MotoGP - Interview - Dani Pedrosa: Alles ist viel intensiver

Keine Müdigkeit vorschützen

Dani Pedrosa spricht nach den ersten Testfahrten 2014 über seine Eindrücke. Der Grip der Honda am Kurvenausgang ist deutlich besser und die Hoffnung ist groß.

Motorsport-Magazin.com - Wie war dein Winter?
Dani Pedrosa: Gut, gut. Er gab mir Zeit zum Abschalten. Ich konnte mich entspannen und hatte auch meinen Spaß. Ich war diesen Winter Windsurfen - eines meiner liebsten Hobbies. Ich war für eine Weile entspannt, hatte einen Tapetenwechsel und habe dann mit dem Fitnesstraining begonnen.

Die Rennen 2013 waren deutlich heftiger.
Dani Pedrosa

Wie sieht es nach zwei Monaten Pause und danach drei intensiven Testtagen mit deiner Fitness aus?
Dani Pedrosa: Alles verlief gut. Logischerweise bin ich müde, denn ich bin viele Runden gefahren und es war sehr heiß. Aber insgesamt bin ich über meine Fitness sehr glücklich. Und jetzt, wo wir wieder mehr Zeit auf dem Motorrad zu verbringen, wird es besser.

Warst du in der Lage, den Grip am Kurvenausgang zu verbessern, mit dem du im letzten Jahr nicht zufrieden warst?
Dani Pedrosa: Ja, im letzten Jahr hat mir Grip am Hinterrad gefehlt und ich habe deshalb stark eingebüßt. Ich habe andere Aspekte verbessert, mit dem Versuch, das zu kompensieren. Wir büßen immer am meisten bei der Traktion am Kurvenausgang ein, und alles, was wir in dieser Richtung verbessern, ist positiv. Daran haben wir während dieser Tests gearbeitet und auch Fortschritte erzielt.

Dani Pedrosa sieht Fortschritte - Foto: Milagro

Wie kannst du deinen Fahrstil verbessern? Was hast du 2013 gelernt?
Dani Pedrosa: Die Rennen 2013 waren deutlich heftiger. Es gab in der MotoGP immer viel Intensität - beispielsweise mit Casey [Stoner] und Jorge [Lorenzo] -, aber 2013 waren wir beinahe immer bis zur letzten Runde eng zusammen. Es gab deutlich mehr Rennen, in denen zwei oder drei Fahrer gleichzeitig ins Ziel kamen. In diesen Situationen ist es sehr wichtig, fokussiert zu bleiben und präzise zu arbeiten, unabhängig von deiner Müdigkeit oder der Tatsache, dass das Motorrad nicht zu 100 Prozent performt.

Wie fällt dein Urteil der ersten drei Testtage aus?
Dani Pedrosa: Ich war in der Lage, große Fortschritte zu erzielen. In den ersten beiden Tagen starteten wir nicht mit dem besten Gefühl, aber wir haben uns verbessert. Wie ich bereits erwähnte, haben wir den Grip am Hinterrad verbessert, aber auch ich selbst habe gute Fortschritte gemacht - vor allem mit meinem Gefühl auf dem Bike.

Gefallen dir die neuen Reifen?
Dani Pedrosa: Wir müssen sehen, wie sie auf anderen Kursen reagieren, aber die Wahrheit ist, dass wir nun sowohl den weichen als auch den harten Reifen verwenden können, wohingegen wir im vergangenen Jahr nur die weiche Mischung verwenden konnten. Der vorherige harte Reifen bot keinen Grip, daher haben sich in dieser Beziehung die Dinge zum Besseren entwickelt.

Die Wahrheit ist, dass wir nun sowohl den weichen als auch den harten Reifen verwenden können.
Dani Pedrosa

Hat bei den nächsten Tests eine Rennsimulation Priorität?
Dani Pedrosa: Nicht unbedingt Priorität. Sicherlich wird es eines der wichtigen Dinge sein, aber nicht das wichtigste. Am letzten Tag fuhren wir viele Runden auf abgenutzten Reifen - 60 Runden nur mit zwei - daher haben wir nun Erfahrung mit gebrauchten Reifen. Beim nächsten Test möchte ich das Motorrad so gut ich kann vorbereiten, bevor wir nach Phillip Island gehen.

Was wirst du verändern, wenn du wieder nach Sepang zurückkommst?
Dani Pedrosa: Momentan gibt es nicht so viele Dinge. Wir haben ein gutes Gefühl, daher müssen wir weiterarbeiten und sehen, ob wir den zweiten Test gut beenden können, um glücklich nach Phillip Island zu gehen.


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