MotoGP - Bridgestone: Weichere Hinterreifen für Open-Klasse

Weiterer Vorteil von Dorna gefordert

Die 'Open'-Klasse bekommt mit der weicheren Bridgestone-Gummimischung für die Hinterreifen einen weiteren Vorteil. Dieser birgt jedoch auch eine Gefahr.
von

Motorsport-Magazin.com - Was schon länger bekannt war, ist nun Gewissheit: Bridgestone, offizieller Reifenhersteller der MotoGP, wird für die Teams der neuen Open-Klasse Hinterreifen mit weicherer Gummimischung produzieren. Wie crash.net berichtet, sollen die betroffenen Rennställe so noch näher an die Werksmaschinen herangeführt und somit das Leistungsniveau im Feld angehoben werden.

Die Dorna hat uns auferlegt, den Reifenvorteil für die Teilnehmer der Open-Klasse aufrecht zu erhalten, da sie die Rennen so offen und spannend wie möglich halten will
Hiroshi Yamada

Die Teams der Open-Klasse verfügen neben der Einheitselektronik von Magneti Marelli über einen 24-Liter-Tank, während die Werks- und Satelliten-Maschinen maximal 20 Liter Sprit an Bord haben dürfen - dafür jedoch über ihre eigene Elektronik-Software verfügen. Zudem stehen den Open-Teams 2014 mehr Motorenwechsel zu sowie auch Möglichkeiten, diese noch während der Saison weiterzuentwickeln. Letzteres ist Werks- und Satelliten-Teams hingegen strikt untersagt.

Den Reifenvorteil der Nicht-Werksmaschinen beschlossen FIM und Dorna aus einem einfachen Grund: Rennbikes aus der CRT-Klasse - dem Vorgänger der Open-Kategorie waren aus Leistungsgründen oftmals nicht in der Lage, die härtere der beiden pro Rennen zur Verfügung stehenden Mischungen der Hinterreifen zu benutzen. Dies führte vor allem auf Strecken mit hohem Reifenverschleiß zu einem zusätzlichen Nachteil gegenüber den Maschinen der großen Hersteller.

Aleix Espargaro schockte auf seiner Open-Yamaha bei den Malaysia-Tests mit der viertbesten Gesamtzeit - Foto: Milagro

Da einige der neuen Open-Rennmaschinen jedoch leistungsmäßig nahe an die Factory-Bikes herankommen, wäre dies grundsätzlich kein Problem mehr. Bridgestone plante daher, alle Teams wie gewohnt mit denselben Reifen zu versorgen, wurde jedoch von der Dorna eingebremst. "So wie wir das sehen, kommen doch recht viele Maschinen der Open-Klasse leistungsmäßig an die Werks-Bikes heran, weswegen wir wie bisher auch Einheitsreifen für das gesamte Feld bereitstellen wollten", verrät Bridgestones Motorsport Manager Hiroshi Yamada.

"Die Dorna hat uns aber auferlegt, den Reifenvorteil für die Teilnehmer dieser Klasse aufrecht zu erhalten, da sie die Rennen so offen und spannend wie möglich halten will." Dies birgt allerdings auch Gefahren: Da die Kraft einiger der Open-Bikes derart gewaltig ist, besteht die Gefahr, dass die weichere Reifenmischung gegen Ende der Rennen zu abgenutzt oder gar beschädigt sein kann. Dem will Bridgestone mit einem einfachen Trick vorbeugen - der speziellen Hitzeresistenz-Gummimischung.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x