MotoGP - Aspar-Piloten mit positiven Eindrücken

Abraham hat Schmerzen

Die Piloten der neuen Open-Kategorie testeten am Dienstag mit den Werkskollegen in Malaysia. Die Meinungen über die neue Honda RCV1000R waren durchweg positiv.
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Motorsport-Magazin.com - Karel Abraham beendete den ersten Testtag in Sepang als Letzter. 6.469 Sekunden fehlten dem Tschechen auf Marc Marquez an der Spitze. "Es ist einfach: Die Schulter ist noch immer ein Problem", begann Abraham, der sich vor vier Monaten einer Operation an der Schulter unterzogen hatte. "Ich bin sehr enttäuscht, denn beim Trainieren und selbst beim Motocross fahren war es ok. Ehrlich gesagt, tut es unglaublich weh, besonders in extremen Positionen und unter Belastung. Die 40 Runden, die ich gefahren bin, waren das Limit." Der Cardion AB Pilot hofft nun, dass er nach einer Behandlung in der Clinica Mobile am zweiten Tag eine bessere Figur auf der RCV1000R machen kann.

"Dafür, dass es der erste Tag ist, ist die Pace hier sehr schnell", begann Nicky Hayden nach Tag eins in Sepang auf dem Production Racer. "Ich war glücklich, heute wieder auf dem Bike zu sitzen, obwohl wir noch viel Arbeit vor uns haben. Ich kann sagen, dass sich das Elektronik-Paket seit Valencia in Sachen Kraftentfaltung verbessert hat." Aus den langsamen Kurven wünscht sich der Amerikaner allerdings noch schneller herauszubeschleunigen. "Abe r ich mag es wirklich, wie sich das Bike handeln lässt."

Die ersten Eindrücke vom Test waren positiv
Hiroshi Aoyama

"Das Chassis ist hier über den Unebenheiten wirklich stabil. Nach dem Test einige Dinge konnte wir die Rundenzeit am Ende des Tages auch noch herunterschrauben, aber wir wissen, dass das ein komplett neues Projekt ist und wir hart arbeiten müssen", fuhr Hayden nach Rang 17 fort. "Wir liegen noch weit hinter der Spitze, teilweise weil die Strecke hier so lang ist und der Unterschied damit verstärkt wird." Der alte und neue Honda-Pilot will nun versuchen, die Lücke zur Spitze zu verringern. "Morgen werden wir daran arbeiten, mehr Grip im Kurveneingang zu bekommen, ein paar andere Dinge probieren und uns weiter an das Bike gewöhnen."

Teamkollege Hiroshi Aoyama landete nur knapp hinter Hayden und fand es wie viele andere nach der langen Winterpause schwer, wieder in einen Rhythmus zu kommen. "Aber ich war heute Morgen gespannt und wollte unbedingt fahren. Die ersten Eindrücke vom Test waren positiv", sagte der Japaner, der am ersten Tag am Bremssystem arbeitete und sein Gefühl nach und nach verbessern konnte und damit Konstanz in seine Rundenzeiten bekam. "Am Ende des Tages konnten wir unsere Zeiten noch einmal herunterschrauben. Dennoch liegen wir noch weit hinter der Spitze, woran wir natürlich arbeiten müssen." Zumindest habe Aoyama bereits die Kurvenmitte und den Kurvenausgang verbessern können. "Morgen werden wir weiter in die gleiche Richtung arbeiten, um uns weiter zu verbessern."

Unser Paket ist sehr gut und mein Ziel ist es, die Lücke auf die Werksfahrer weiter zu schließen und mit ihnen zu Kämpfen
Aleix Espargaro

Für das Team NGM Mobile Forward war der erste Testtag in Sepang ein Auftakt nach Maß. Neuzugang und Doppel-CRT-Meister Aleix Espargaro fing die Saison 2014 genau dort an, wo er die letzte aufgehört hatte. Als bester Pilot der neuen 'Open-Klasse' sicherte sich der Spanier mit einer Bestzeit von 2:01.419 Minuten zudem den beachtlichen siebten Tagesrang. "Der erste Tag war einfach sensationell", frohlockt Espargaro. "Unser Paket ist sehr gut und mein Ziel ist es, die Lücke auf die Werksfahrer weiter zu schließen und mit ihnen zu Kämpfen." Trotz seiner lediglich 26 zurückgelegten Runden, ist sich Espargaro sicher, bereits wichtige daten für weitere Verbesserungen an seiner Maschine gesammelt zu haben und will auch an den kommenden beiden Tagen voll angreifen.

Unglücklicher verlief der tag für Teamkollege Colin Edwards. Ein kleineres technisches Problem war genug, Edwards entscheidend einzubremsen und ein Fahren am Limit zu verhindern. Bereits nach drei Runden musste der Brite an die Garage, nach längerer Reperaturzeit stockte er sein Rundenkonto am Nachmittag wie Espargaro immerhin noch auf 26 auf. Seine Bestzeit blieb mit 2:02.483 Minuten allerdings deutlich hinter der des Teamkollegen zurück. "Wir haben ein sehr gutes Paket und ich sehe keinen Grund, warum wir in dieser Saison nicht konkurrenzfähig sein sollten", gibt sich Urgestein Edwards positiv. "Trotz des Pechs am heutigen Tag haben wir zumindest noch gute Verbesserungen am Chassis vornehmen können und ich hoffe, morgen voll angreifen zu können."


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