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MotoGP - Die Antworten zum Test-Start

Die MotoGP-Motoren heulen auf

Die Winterpause ist vorbei. Die MotoGP-Asse wintern ihre Motorräder aus und drehen in Sepang wieder den Gashahn auf. Die wichtigsten Antworten zum Test.
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Wann und wo finden Preseason-Tests statt?

Die MotoGP-Fahrer bekommen vor Saisonstart insgesamt neun Testtage auf zwei verschiedenen Strecken zur Verfügung. In Sepang wird von 4. bis 6. Februar und drei Wochen später von 26. bis 28. Februar gefahren. Der abschließende Test steht von 7. bis 9. März auf dem Losail Circuit in Katar am Programm. Zum ersten Mal findet die Saisonvorbereitung komplett außerhalb Europas statt.

Sepang ISepang IILosail
4. - 6. Februar26. - 28. Februar7. - 9. März

Warum wird nicht in Europa gefahren?

Die Temperaturen in Europa sind einfach zu tief. Selbst an den südlichsten Rennstrecken wie Jerez oder Valencia hat es aktuell nur um die 15 Grad Celsius. Derartige Temperaturen sind an den GP-Wochenenden unwahrscheinlich, weshalb die Teams lieber unter Bedingungen testen wollen, die sie auch bei den Saisonrennen vorfinden. Weil auch in der MotoGP die Reifen immer wichtiger werden, sind Leistungsdaten bei 40 Grad Asphalttemperatur aussagekräftiger als jene bei 20 Grad.

In Katar holen sich Marquez & Co. den letzten Feinschliff - Foto: Repsol Honda

Bei dem Test in Katar kommt eine weitere Überlegung hinzu. Im Vorjahr dauerte es fast bis zum Qualifying, bis auf der wenig befahrenen Strecke der ganze Staub vom Asphalt geblasen war. Der diesjährige Test erfolgt nur zwei Wochen vor dem GP-Start, weshalb beim Saisonauftakt mit einer weit weniger schmutzigen Strecke als im Vorjahr zu rechnen ist.

Nehmen alle Teams an allen Tests teil?

Grundsätzlich wollen alle Teams die wenigen Testtage nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen. Zum ersten Sepang-Test werden es aber nicht alle schaffen, denn Ioda Racing musste bereits absagen. Die Italiener tauschten in der Winterpause die Suter-BMW-Motorräder gegen reinrassige Aprilias ein, die durch den Wechsel von Aspar ins Honda-Lager frei wurden. Allerdings streiten Ioda und Aprilia noch über Details der Zusammenarbeit, weshalb auch noch nicht alle Verträge unterzeichnet sein sollen.

Wann darf sonst noch getestet werden?

Ein Testverbot - wie in der Formel 1 - gibt es in der MotoGP nicht. Nur im Monat Dezember darf nicht gefahren werden, ansonsten stehen den Teams alle Türen offen. Wer es sich leisten kann, darf zwischen den Rennwochenenden so viel fahren wie er möchte. Die Werksteams von Honda, Ducati und Yamaha machen davon auch Gebrauch, die Privatteams können sich zusätzliche Tests im Regelfall nicht leisten. Daher wird es in dieser Saison an den Montagen nach den Rennen in Jerez (5.5.), Barcelona (16.6.) und Brünn (18.8.) von der IRTA organisierte Testtage geben.

Wird Suzuki an den Testfahrten teilnehmen?

Suzuki wird bei den Tests allgegenwärtig sein - Foto: Suzuki

Suzuki fährt in der Saison vor dem Comeback ein umfangreiches Testprogramm und wird in Sepang bereits am Start stehen. Auch für den zweiten Sepang-Test haben die Japaner bereits zugesagt, denn dort wollen sie erstmals die vorgeschriebene ECU von Magneti Marelli einsetzen. Ob Suzuki auch in Katar starten wird, wurde noch nicht offiziell bestätigt. Fix sind für Suzuki hingegen Testfahrten in Austin und Argentinien, da man von diesen Strecken vom letzten Werksengagement noch keine Daten besitzt. Darüber hinaus will Suzuki nach jedem der europäischen Rennen den Montag zum Testen nutzen. Außer in Jerez, Barcelona und Brünn müssen die Japaner das aus eigener Tasche bezahlen.

Wann und wo trainieren Moto2 und Moto3?

Anders als in der MotoGP bestreiten die kleinen Klassen ihre gesamte Saisonvorbereitung in Europa - in erster Linie aus Kostengründen. Testmöglichkeiten gibt es für die Teams aus der Moto2 und der Moto3 in Valencia (11.-13. Februar) und zweimal in Jerez (18.-20. Februar und 10.-12. März).


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