MotoGP - Iannone hat Werks-Ducatis im Visier

Angeschlagener Hernandez stürzt zwei Mal

Andrea Iannone verpasste im Qualifying von Valencia die Top-Ten nur knapp, für Yonny Hernandez war es ein schmerzvoller Tag.
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Motorsport-Magazin.com - Rang elf im Qualifying und nur gut zwei Zehntel Rückstand auf den besten Ducati-Piloten Andrea Dovizioso - das ist die Samstagsbilanz von Andrea Iannone in Valencia. Ein zufriedenstellendes Resultat, dabei hatte der Tag für den Rookie gar nicht allzu gut begonnen. "Heute Morgen haben wir ein anderes Setup ausprobiert, um zu sehen, ob mir das in den engen Kurven hilft, aber leider war dem nicht so. Das Bike war zwar agiler, aber dafür weniger stabil beim Anbremsen. Dann sind wir wieder zum Plan von gestern zurückgegangen, haben daran ein wenig gearbeitet und konnten in Q2 auch eine gute Zeit fahren", analysierte er.

Die Tatsache, dass ich so nah an Nicky und Dovi dran bin ist sehr gut für mich.
Andrea Iannone

Vor allem der geringe Abstand zu den Ducati-Werkspiloten freute Iannone: "Die Tatsache, dass ich so nah an Nicky und Dovi dran bin ist sehr gut für mich. Das gibt mir Selbstvertrauen, weil sie meine Anhaltspunkte und auch sehr erfahrene Fahrer sind. Am Sonntag werde ich versuchen, sie nicht entkommen zu lassen, auch wenn das nicht einfach wird. Ich glaube, ich kann ein gutes Resultat erwarten. Wir werden jetzt die heutigen Daten analysieren und sehen wo wir uns noch verbessern können."

Wenig Grund zur Freude hatte Yonny Hernandez, der sich auf Rang 16 qualifizierte. "Heute hatte ich zwei Stürze. Im dritten Freien Training habe ich zuerst den Grip mit dem Hinterrad verloren, beim zweiten Mal bin ich dann über die Front weggerutscht und gestürzt. Am Nachmittag konnte ich hart Bremsen während ich versuchte eine gute Pace zu erzielen, aber meine Hand hat nicht mitgespielt. Das größte Problem an diesem Wochenende war eindeutig mein Finger. Am Morgen war es sehr schlimm, ich konnte das Bike kaum noch kontrollieren und das hat sich offensichtlich in meinem Resultat niedergeschlagen. Obwohl ich Spritzen bekommen habe war der Schmerz sehr stark und er wurde im vierten Freien Training und im ersten Qualifying noch heftiger. Ich hatte kein Gefühl in der Hand und es hat sich angefühlt, als würde ich mit drei Fingern fahren. Dennoch konnte ich am Nachmittag besser bremsen und fahren als am Morgen und meine Zeit war schneller", analysierte der Kolumbianer den für ihn schmerzhaften Tag. Aufgeben kommt für ihn dennoch nicht in Frage: "Ich werde auf jeden Fall im Rennen mein Bestes geben, aber ich hoffe wirklich, dass ich mich besser fühle."


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