MotoGP - Marquez von Suppo zu Vorsicht ermahnt

Er muss vorher nachdenken

Marc Marquez wurde nach seiner Berührung mit Dani Pedrosa in Aragon von seinem Teamchef zu einem Umdenken aufgefordert.
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Motorsport-Magazin.com - Nach dem Grand Prix von Aragon gab es im MotoGP-Paddock ein großes Thema – die Kollision zwischen Marc Marquez und Dani Pedrosa, die nach der Beschädigung eines Kabels der Traktionskontrolle zu einem heftigen Sturz Pedrosas führte. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison stand dabei der 20-jährige Überflieger aufgrund seiner aggressiven Fahrweise in der Kritik. Eine Ansicht, die Repsol-Teamchef Livio Suppo zumindest partiell teilt: "Einerseits ist das Marcs Fahrstil, aber er muss natürlich vorher besser nachdenken. Das Problem wird eben größer, weil es nicht das erste Mal war, dass das passiert ist. Das muss er auch verstehen und dementsprechend ändern."

Marc und Dani haben unterschiedliche Fahrstile.
Livio Suppo

Der Italiener sah die Schuld aber nicht nur bei Marquez. "Marc und Dani haben unterschiedliche Fahrstile. Marc bremst sehr spät, und das war wohl auch in dieser Kurve der Fall. Dani hatte natürlich großes Pech, denn es war kein wirklich aggressives Manöver von Marc. Die Berührung war nur ganz leicht, aber das Kabel wurde beschädigt und das war einfach unglücklich. Wir müssen uns aber natürlich Gedanken machen, wie wir das in Zukunft verhindern können. Man könnte das wahrscheinlich noch eine Million Mal probieren und es würde nicht mehr passieren, aber einmal ist eben schon genug. Marc glaubt, dass es vielleicht die Kupplung war, denn nur durch eine normale Berührung ist es schwer, das Kabel zu durchtrennen", beschrieb Suppo die unglücklichen Umstände, die zum Highsider Pedrosas führten.

Deshalb wollte er sich auch nicht auf die Seite eines seiner Piloten schlagen: "Ich verstehe die Ansichten von Beiden. Marc hat nur keinen sehr kleinen Fehler gemacht und fühlt sich deshalb nicht wirklich schuldig. Andererseits hatte Dani die Pace um das Rennen zu gewinnen und wurde ohne seine Schuld aus dem Rennen und dem Titelkampf befördert." Ein Vorfall, den Suppo in dieser Form nicht mehr sehen will. "Sowas kann im Rennsport passieren, aber es ist besser wenn es ausbleibt. Wir sprechen ständig mit unseren Fahrern. Jetzt, am Ende der Meisterschaft, dürfen wir keine Möglichkeit auslassen, um sie zu fixieren", stellte er gegenüber MCN klar.


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