MotoGP - Das sind Suzukis Weltmeister

Von Sheene bis Roberts jr.

Suzuki hat eine erfolgreiche Geschichte in der Motorrad-WM. Motorsport-Magazin.com wirft einen Blick darauf.
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Motorsport-Magazin.com - Suzuki-Piloten holten in der langen WM-Geschichte bislang 90 Siege, fünf Piloten bescherten den Japanern sechs Titel. Das sind Suzukis Weltmeister:

Barry Sheene (1976 und '77)

Barry Sheene ist eine Suzuki-Legende - Foto: Phipps/Sutton

1974 traute sich Suzuki erstmals ein Engagement in der Königsklasse zu. Der talentierte Brite Barry Sheene - mit den Japanern schon Vizeweltmeister in der 125cc - war ab der ersten Stunde dabei. Er eröffnete die Saison mit einem zweiten Rang in Le Castellet und schenkte Suzukis Werksteam (private Suzuki-Fahrer hatten zuvor schon zwei Rennen gewonnen) ein Jahr später in Assen die erste Pole Position und den ersten Sieg und gewann in Anderstorp ein weiteres Rennen. 1976 und '77 führte an Sheene auf seiner himmelblauen Suzuki kein Weg vorbei. Er feierte zwei Jahre lang einen Sieg nach dem anderen und wurde beide Male konkurrenzlos Weltmeister. 1978 und '79 mischte er erneut um die WM mit, musste sich aber geschlagen geben, ehe er 1980 zu Yamaha wechselte. 1983 und '84 kehrte er zu Suzuki zurück, war nach einem schweren Sturz aber nicht mehr derselbe. Nicht nur in Großbritannien (er ist der letzte britische Motorrad-Weltmeister) wird der 2003 an Krebs verstorbene Sheene verehrt.

Marco Lucchinelli (1981)

Der als "Crazy Horse" bekannte Italiener fuhr 1976 im Windschatten Sheenes für Suzuki drei Podiumsplätze ein. 1978 kehrte er nach einem Jahr bei Yamaha zurück, brauchte jedoch bis 1980, dem Jahr eins nach Sheene, ehe er auf der Nordschleife sein erstes Rennen gewinnen konnte. Eine Saison später ließ der Italiener sein ganzes Potenzial aufblitzen und holte vor seinem Markenkollegen Randy Mamola nach fünf Siegen den WM-Titel. Er wechselte als amtierender Champion zu Honda, sollte aber nie wieder ein Rennen gewinnen.

Suzukis Weltmeister: Von Sheene bis Roberts jr.: (4:00 Min.)

Franco Uncini (1982)

Der Italiener ist so etwas wie ein One-Hit-Wonder. Seit 1979 auf Suzuki unterwegs, hatte er zwar immer wieder vereinzelte Podiumsplätze eingefahren, aber nie gewonnen. 1982 trat er aber in die Fußstapfen seines Landsmannes und Suzuki-Kollegen Lucchinelli. Uncini gewann fünf Rennen und sicherte sich damit vorzeitig den Titel. Er fuhr noch drei weitere Jahre für die Japaner, konnte nach einem schweren Sturz in Assen 1983 (er lag sogar im Koma) keinen Grand Prix mehr gewinnen.

Kevin Schwantz (1993)

Kevin Schwantz ist der erfolgreichste Suzuki-Pilot - Foto: Milagro

In den späten Achtzigerjahren stieg der Texaner zum "Mr. Suzuki" auf. Schwantz bestritt alle seine 105 WM-Rennen für die Japaner und feierte ab 1988 erste Erfolge. Ganze 19 Siege fuhr er für Suzuki bis Saisonende 1992 ein, in der Gesamtwertung reichte es aber gegen seine Landsleute Wayne Rainey und Eddie Lawson nie zum ganz großen Wurf. Dann kam die Saison 1993, die für Schwantz mit dem Triumph enden sollte. Er und Yamaha-Konkurrent Rainey lieferten sich ein packendes Duell um die Weltmeisterschaft, das in Misano ein tragisches Ende nahm, als Rainey bei einem Sturz eine Querschnittslähmung davontrug und Schwantz den Titel sicher hatte. Mit 25 Siegen für Suzuki ist der Texaner der erfolgreichste Pilot des japanischen Herstellers.

Kenny Roberts jr. (2000)

1999 verpflichtete Suzuki Weltmeister-Sohn Kenny Roberts junior. Die Kombination klappte perfekt, Roberts gewann die ersten beiden Rennen in Asien, musste sich in der WM aber dem Spanier Alex Criville geschlagen geben. 2000 lief es für den US-Amerikaner noch besser: Nach vier Saisonsiegen durfte er sich vorzeitig zum Weltmeister krönen. Danach ging es allerdings bergab: Roberts fuhr noch bis 2005 für das Werksteam der Japaner, konnte aber kein weiteres Rennen mehr gewinnen. Auch mit Suzuki ging es ab diesem Zeitpunkt nach unten, ehe man sich Ende 2011 zum endgültigen Ausstieg entschied.


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