MotoGP - Marquez fährt auf Zweitmaschine zur Pole

Dovizioso platziert Ducati in erste Reihe

Marc Marquez sicherte sich die Pole Position zum Frankreich GP. Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso fuhren in die erste Startreihe.
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Motorsport-Magazin.com - Das französische Wetter hatte am Samstagnachmittag eine positive Überraschung parat. Obwohl die Wolken auf dem Le Mans Circuit immer weiter zuzogen, blieben beide MotoGP-Qualifikationssessions trocken. Marc Marquez hielt eine ebenso große Überraschung parat: Mit seinem zweiten Bike fuhr der MotoGP-Rookie mit einer starken Runde zur zweiten Pole seiner jungen Karriere in der Königsklasse.

Die Platzierungen: Marquez brannte eine schnellste Runde von 1:33.369 Minuten in den Asphalt und war damit unantastbar. Jorge Lorenzo gab alles, am Ende fehlten dem amtierenden Weltmeister aber 0.030 Sekunden auf den Honda-Kollegen. Andrea Dovizioso schaffte die Überraschung für Ducati. Der Italiener sicherte sich mit 0.416 Sekunden Rückstand auf Marquez den dritten Rang und damit den letzten Platz in der ersten Startreihe.

Die erste Reihe verfehlte der angeschlagene Cal Crutchlow nur sehr knapp. Der Tech3-Pilot fuhr nur sechs Tausendstelsekunden langsamer als Dovizioso und wurde damit Vierter. Stefan Bradl und Dani Pedrosa fuhren mit Platz fünf und sechs in die zweite Startreihe. Alvaro Bautista fuhr die siebtschnellste Runde und wird gemeinsam mit Valentino Rossi und Bradley Smith aus Reihe drei starten. Nicky Hayden komplettierte die Top-10. Aleix Espargaro und Randy de Puniet folgten hinter dem Ducati-Fahrer auf Elf und Zwölf.

Qualifikation 1: In der ersten Qualifikation kämpfen alle 14 Piloten darum, unter die Top-2 und damit in den zweiten Quali-Durchgang zu kommen. De Puniet kämpfte auf heimischer Strecke am härtesten und sicherte sich mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:34.715 den ersten Platz im ersten Qualifikationsdurchgang. Teamkollege Espargaro fuhr mit 0.178 Sekunden Rückstand zu Rang zwei und löste damit das Ticket zu Q2. Andrea Iannone kam nicht weiter und wird am Rennsonntag damit die fünfte Startreihe anführen.

Hiroshi Aoyama hatte mit einem Elektronik-Problem viel Pech - Foto: Milagro

Neben dem Italiener gehen Michele Pirro und Hector Barbera an den Start. Danilo Petrucci sicherte sich mit der sechstschnellsten Zeit in Q1 den vorderen Rang in Startreihe sechs. Ihm folgen Colin Edwards und Karel Abraham. Claudio Corti, Michael Laverty und Bryan Staring werden sich im zum Start des vierten Saisonrennens dahinter aufstellen. Lukas Pesek und Yonny Hernandez folgen. Hiroshi Aoyama legte lediglich vier gezeitete Runden zurück und wurde damit Letzter.

Die Zwischenfälle: Aoyama hatte im ersten Qualifikationsdurchgang ein Problem mit der Elektronik seiner FTR-Maschine und konnte deshalb nicht viel in den Zeitenlisten ausrichten. Nach seinem Sturz im vierten Freien Training musste Marquez auf seiner Zweitmaschine in Q2 rausfahren. Pedrosa rutschte bei hohem Tempo wie viele andere vor ihm in Kurve drei in den Kies und musste zur Box zurückeilen, um schnell auf sein zweites Bike zu springen und wieder rauszufahren.

Das Wetter: In Qualifikation 1 blieb der Bugatti Circuit in Le Mans noch immer beschattet von dichten Wolken. Doch auch am Nachmittag setzte der prognostizierte Regen nicht ein, obwohl der Wind die Piloten weiterhin etwas behinderte. In Qualifikation 2 fuhren alle Piloten wie schon in der Moto3 aus Angst vor Regen so schnell es ging auf die Strecke und legten eine schnelle Runde nach der anderen zurück. Doch wieder einmal überraschte das französische Wetter - dieses Mal mit Trockenheit.

Die Analyse: Iannone ärgerte sich über seinen dritten Platz in Q1. Nach seiner Operation am Arm sollte der Pramac-Pilot aber auch nicht zu viel erwarten. Platz 13 in der Qualifikation ist unter den gegebenen Umständen wahrlich gut für den Italiener. Marquez fuhr derweilen seine 15 Qualifikationsminuten noch in seiner vom Sturz beschädigten Trainingskombi und auf dem Zweitbike. Keine schlechte Vorstellung mit Zweitequipment! Dazu wurde der Rundenrekord in Le Mans um über eine halbe Sekunde unterboten. Der alte Rundenrekord wurde mit Qualifyern gefahren. So viel zum Thema: Bridgestone baut keine idealen Reifen.


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