MotoGP - Ernste Mienen bei Ducati

Hayden: Da müssen wir jetzt durch

Für Ducati war auch der letzte Tag in Sepang kein leichter, doch die Fahrer wollen geduldig bleiben und helfen, die GP13 auf den richtigen Weg zu bringen.
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Motorsport-Magazin.com - Nicky Hayden wagte als erster Ducati Fahrer ein Fazit zum Test in Sepang und machte deutlich, dass man sich bislang nicht auf der Seite der Sieger sieht. "Wir sind noch sehr weit weg. Natürlich wussten wir, dass es kein Spaziergang wird, aber vor uns liegt wirklich noch verdammt viel Arbeit."

Ginge es nach Wünschen und Vorstellungen, so hätte Ducati gewollt, dass das neue Bike mit seinen Änderungen auf Anhieb besser funktioniert. Die Realität sieht anders aus, Platz neun und weiter 2 Sekunden Rückstand. "Leider funktioniert es so eben nicht. Man hofft, dass Neues gleich besser geht, aber so ist es eben nicht. Der große Abstand hier ist schon sehr ernüchternd und frustrierend."

Da müssen wir jetzt einfach durch, alles andere bringt nichts.
Nicky Hayden

Nicky Hayden wäre aber nicht Nicky Hayden, wenn er sich nach einer solchen Erkenntnis nicht gleich wieder positiv aufbauen würde und so fügt er an: "Es ist nicht wünschenswert gelaufen, aber das Team arbeitet so hart und wir müssen einfach dran bleiben und versuchen, positiv zu denken, so dass wir uns verbessern können. Wir geben unser Feedback an die Ingenieure und hoffentlich können sie damit das Bike in die richtige Richtung verändern, so dass es beim nächsten Mal besser läuft. Da müssen wir jetzt einfach durch, alles andere bringt nichts."

Teamkollege Andrea Dovizioso spiegelte die Meinung von Hayden wider, keiner hatte es leicht erwartet, nur ein wenig darauf gehofft. Die Aufgabe aller sei es nun die Gesamtsituation zu verbessern. "Es war klar, dass es schwer wird und alles was wir tun können ist arbeiten, testen, verbessern. Wir konzentrieren uns darauf, die Maschine zu optimieren."

Der Italiener konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn er hatte das Gefühl, dem Team zu viel Feedback zur Ducati zu geben. Große Umbauten wird es allerdings bis zum nächsten Test nicht geben, da die Zeit einfach zu kurz ist. "Wir wissen noch nicht, ob etwas geändert wird. Ich denke, das wird sich erst noch entscheiden, wir haben ja nicht viel Zeit."

Iannone als einziger Pramac-Vertreter

Andrea Iannone war mit seinem Tag und dem Test insgesamt nicht ganz unzufrieden, denn, wie er sagte, konnte er sein Gefühl mit der Ducati immerhin stetig verbessern. "Ich kam heute besser zurecht und das ist natürlich gut", sagte der Italiener. "Das ist wichtig, denn wir müssen weiter Fortschritte machen. Meine Crew ist auch super, wir arbeiten gut zusammen."

Iannone kann beim nächsten Test auch die Teile zum Einsatz bringen, die in dieser Woche von Hayden und Dovizioso getestet wurden. Der Italiener hofft auf eine weitere Steigerung.

Der 23-Jährige war am letzten Testtag der alleinige Pramac-Fahrer auf der Strecke, da Ben Spies auslies. "Wir wollten es nicht übertreiben, nach einer solchen Verletzung. Es lief soweit gut, mit der Maschine klappte es besser als erwartet. Wir müssen Geduld zeigen und dann werden wir schon voran kommen." Der Texaner will nun in Australien trainieren, um für den kommenden Test fit zu werden.


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