MotoGP - Lorenzo kann noch lachen

Unnötiger Kampf um die Linie

Jorge Lorenzo ärgerte sich nach seinem Sturz in Valencia, dass James Ellison nicht von der Ideallinie gefahren ist, um ihn vorbei zu lassen.
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Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo hatte sich nach seinem Sturz im Valencia GP nicht weiter verletzt und sogar einen Grund zur Freude: "Ich bin jetzt wirklich froh, dass ich schon auf Phillip Island den Titel sichern konnte. Wäre die Meisterschaft noch offen gewesen und ich wäre hier gestürzt, hätte ich jetzt sicher nicht mehr lachen können." Trotzdem ärgerte sich der Weltmeister. "Wir hatten uns darauf gefreut, hier um den Sieg zu kämpfen und ich war so clever, das Risiko einzugehen und mit Slicks loszufahren. Das war eine perfekte Entscheidung. Ich war auch geduldig genug, um auf den richtigen Moment zu warten, die anderen Fahrer zu überholen."

Er hat sich sogar umgedreht und sah mich, ist aber einfach weiter auf der Spur geblieben
Jorge Lorenzo

Nach und nach sei Lorenzo immer weiter nach vorn gekommen und dann bis zur Spitze. "Als ich da war, sah ich, dass Dani [Pedrosa] drei Sekunden hinter mir lag. Aber dann ist Barbera einfach nicht von der trockenen Ideallinie gewichen und ich habe meinen ganzen Vorteil in nur einer Runde verloren. Dann hat Dani einen Fehler gemacht und ich konnte wieder vier Sekunden herausfahren, aber danach lag ich hinter vielen Fahrern, die ich überrunden und dabei abseits der trockenen Linie fahren musste. Ich bin ein großes Risiko eingegangen, um sie zu überholen", schilderte er weiter.

Dennoch kam der Mallorquiner an den meisten Piloten vorbei und kam schließlich hinter James Ellison an. "Er ist auch nicht von der Linie weggefahren. Er hat sich sogar umgedreht und sah mich, ist aber einfach weiter auf der Spur geblieben. Ich weiß nicht warum. Ich wusste, dass ich meinen ganzen Vorsprung auf Dani wieder verlieren würde, wenn ich ihn nicht in den nächsten zwei oder drei Kurven überhole. Denn er war auf dem CRT Bike und mit Regenreifen unterwegs. Also versuchte ich, ihn in dieser Schikane zu überholen und musste auf die etwas nassere Linie. Das Bike hat sich bewegt und ich dachte, ich könnte es abfangen, aber dann kam ich in den noch nasseren Bereich und hatte einen Highsider. Es war schade, weil ich habe die Mitarbeit der zu überrundenden Fahrer mehr denn je gebraucht", beschwerte er sich.

Direkt nach Lorenzos Sturz kamen Gerüchte auf, dass die Streckenposten womöglich keine blauen Flaggen geschwenkt hatten. "Ich weiß es nicht, ich war ziemlich konzentriert. Es waren auf jeden Fall nicht so viele. Es könnte gut sein, dass nicht genügend Flaggen geschwenkt wurden. Wir müssen mehr machen. Nur Valentino [Rossi] ist von der Linie weggefahren, alle anderen blieben darauf. Das hat mir mein Rennen und vielleicht sogar meinen Sieg gekostet", ärgerte er sich. Nun nahm sich der 25-Jährige vor, etwas zu unternehmen. "Ich denke, wir müssen für die Fahrer, die überrundet werden etwas finden, das besser zu sehen ist als die blauen Flaggen. Damit sie besser sehen, dass jemand sie überholen will. Wenn mein Sturz der Meisterschaft dabei hilft, diese Sache zu verbessern, dann wäre ich glücklich."


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