Exklusiv

MotoGP - Interview - Claudio Corti

Wie im Flugzeug

Claudio Corti berichtete Motorsport-Magazin.com über seine Saison, die erfolgreich begann, mit Rausschmiss weiterging und schließlich doch ein Happy-End hat.
von

Motorsport-Magazin.com - Du hast 2012 eine recht verrückte Saison erlebt…
Claudio Corti: Meine Saison war ziemlich durcheinander. Ich habe bei Italtrans in der Moto2 angefangen und fühlte mich gut und war glücklich zu Beginn des Jahres. Dann begann die Meisterschaft und wir hatten ein paar Probleme, aber Rennen sind nun einmal so. Dann haben wir es in Le Mans aufs Podium geschafft. Ich denke, es war meine beste Saison in der Moto2-Klasse. Es lief eigentlich wirklich gut. Nach Aragon haben sie sich entschlossen, uns Fahrer auszutauschen - aus Gründen, die ich bis heute nicht kenne. Ich saß zu Hause und dann rief Pedercini an und fragte, ob ich das letzte Superbike Rennen für sie fahren will. Ich habe natürlich gleich zugesagt. Dort bin ich zwei gute Rennen gefahren, habe es wirklich genossen und es hat wirklich Spaß gemacht. Dann rief Giovanni [Cuzari, Forward Racing Team CEO] an und wollte, dass ich das letzte Rennen in der Moto2 für Takahashi fahre. Dann hieß es plötzlich, dass ich für nächstes Jahr die zweite CRT bekommen kann und ich sagte 'Oh mein Gott ja! Warum nicht?', schließlich war das auch mein Team in 2010. Sie haben mich in die Moto2-WM gebracht und jetzt bringen sie mich in die MotoGP. Zwei riesige Schritte mit diesem Team sind für mich wirklich gut.

Letzten Mittwoch saß ich noch zu Hause und las im Internet, dass Claudio Corti die Inmotec fahren wird und ich wusste absolut nichts davon. [lacht] Giovanni sagte 'Vielleicht solltest du das letzte Rennen lieber mit FTR fahren, denn das Bike werden wir nächstes Jahr zu 90 Prozent einsetzen' und nun fahre ich hier das letzte Rennen mit Avintia auf der Inmotec. Man kann die Kraft spüren und es ist gut, auf dem Bike zu sitzen, aber es ist komplett neu. Die Maschine ist zum ersten Mal auf der Strecke, also muss man einfach alles einstellen. Aber es ist mir eine riesige Freude, MotoGP für dieses Team zu fahren und ich muss mich erst einmal bei Forward bedanken, dass sie mir diese Möglichkeit eingeräumt haben und außerdem bei Avintia, die mir erlauben, dieses Bike zu fahren. Ich weiß nicht genau, warum sie die Inmotec wollten, aber ich bin hier, ich genieße das Wochenende und hoffe das Rennen morgen problemlos zu beenden. Wir werden sehen, was passiert. Es ist etwas frustrierend, dass das Wetter so schlecht ist. Ich konnte gestern nicht so fahren, wie ich wollte, um mein Setting zu finden und sogar meine Sitzposition ist noch total seltsam. Wir werden sehen, ob es heute Nachmittag trocken wird. Dann können wir uns sicherlich etwas verbessern. Für uns ist es ein Test und kein Rennen. Wenn man eineinhalb Stunden am Tag auf dem Bike hat, dann könnte man vielleicht mehr herausholen, aber nur ein bisschen.

Ich weiß, dass die Meisterschaft, besonders für die CRTs hart ist. Es wäre also ein gutes Ziel, in jedem Rennen um den besten CRT-Platz zu kämpfen
Claudio Corti

Wie hast du dich auf Moto2-, WSBK- und CRT-Maschine bisher gefühlt?
Claudio Corti: Das Moto2 Bike bin ich zwei Jahre lang gefahren, das Gefühl war also normal, bis ich in Aragon damit aufhören musste. Als ich in Mgany-Cours dann auf die Kawasaki stieg dachte ich 'Oh mein Gott, das ist ja wie im Flugzeug'. Das Gefühl auf der CRT-Maschine jetzt ist ähnlich wie auf der Kawasaki, denn die Power ist ähnlich. Ich war dieses Mal also etwas besser vorbereitet.

Was erwartest du von der nächsten Saison in der MotoGP?
Claudio Corti: Ich erwarte meinen Teamkollegen immer zu schlagen. Ich weiß, dass die Meisterschaft, besonders für die CRTs hart ist. Es wäre also ein gutes Ziel, in jedem Rennen um den besten CRT-Platz zu kämpfen. Am Dienstag und Mittwoch testen wir das neue Bike und wir werden sehen, was wir zu tun haben. Ich muss mich zunächst einmal an die Reifen, die Karbonbremsen und alles gewöhnen, denn das ist komplett neu für mich. Das Team ist ein super Team, ich bin mir also sicher, dass wir Gutes schaffen können. Nach dem Testverbot sind wir dann im Februar in Malaysia wieder auf der Strecke.

Mit Colin Edwards als Teamkollege kannst du sicher viel lernen…
Claudio Corti: Ja, es ist wirklich toll. Als ich klein war, bin ich nach Imola gefahren, um zuzusehen, wie er die Superbike Meisterschaft gewinnt und jetzt bin ich sein Teamkollege. Das ist seltsam, aber auch sehr toll. Denn er ist ein guter Mann und ich hoffe, dass ich mit ihm zusammenarbeiten kann, um alles am Bike und im Team zu verbessern und an der CRT-Spitze zu sein.

Wirst du dich bei im Texas Tornado Bootcamp auf die Saison vorbereiten?
Claudio Corti: Ja, ganz sicher diesen Winter. Er hat schon gesagt, dass Giovanni und ich kommen müssen, also werden wir wahrscheinlich in den ersten Tagen 2013 zu ihm fliegen und etwas Saß auf dem Dirt-Bike haben.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x