MotoGP - Hayden über Rücktritte und Veränderungen

Man kann das nicht ewig tun

Nicky Hayden plant seinen MotoGP-Rücktritt noch nicht, weiß aber, dass die Zeit kommen wird. Vorerst blickt er auf die Zukunft mit Ducati.
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Motorsport-Magazin.com - Mit Valencia steht nicht nur das Saisonfinale in der MotoGP auf dem Programm, sondern es steht auch die große Zeit der Veränderungen an. Casey Stoner hört auf, Fahrer wie Marc Marquez und Andrea Iannone kommen in die MotoGP, Valentino Rossi geht von Ducati zu Yamaha zurück, Andrea Dovizioso und Ben Spies kommen von Yamaha zu Ducati und so weiter. Für Nicky Hayden ist das alles aber nicht so bewegend, so meinte er zu Stoners Abschied: "Fahrer kommen und gehen und mit ihm geht ein echt guter. Ich bin deswegen jetzt aber nicht besonders bewegt."

Manchmal denkt man darüber nach, was man als nächstes tun kann, aber im Moment bin ich echt glücklich, dass ich in der MotoGP bin
Nicky Hayden

Auch seinen eigenen Rücktritt, der irgendwann kommen wird, sieht er recht pragmatisch. Darüber nachgedacht hat er eigentlich noch nie, auch wenn er weiß, dass ein Tag kommen wird, an dem es soweit ist. "Man kann das nicht ewig tun. Es kommt immer die Zeit. Manchmal denkt man darüber nach, was man als nächstes tun kann, aber im Moment bin ich echt glücklich, dass ich in der MotoGP bin. Ich liebe mein Team und habe eine große Herausforderung vor mir. Ich möchte wieder gerne näher an die Spitze, damit ich mehr Spaß habe", sagte Hayden.

Kritik an Rossi nicht fair

Den wird er ohne Rossi haben, wobei der Amerikaner meinte, dass er die siegreiche Zeit vor Ducati und auch die schwierige Zeit bei Ducati mit jeder Menge Klasse gemeistert hat. Manche Kritik am Italiener konnte er nicht verstehen. "Wenn die Leute glauben, er versucht nichts, dann ist das nicht fair. Er hat sehr wohl etwas versucht. Man muss nur sehen, wir oft er gestürzt ist. Das zeigt, dass er etwas versucht hat. Man stürzt nicht, weil man vorsichtig herumtappst und es locker nimmt, sondern weil man zu viel pusht", betonte der Weltmeister von 2006.

Nächste Woche wird ein sehr wichtiger Test, um zu sehen, wie es läuft
Nicky Hayden

Wie es mit Dovizioso im Team werden wird, konnte Hayden noch nicht sagen, da er den Italiener noch nicht so gut kennt. Probleme hat er jedenfalls keine mit ihm. "Es wird interessant, ihn auf der Maschine zu sehen. Er hat viel Erfahrung, hoffentlich bringt er viele Ideen und Input. Ich hoffe, er findet heraus, was wir vorhaben und welchen Weg wir gehen. Es wäre sicher besser, wenn wir die gleiche Richtung einschlagen und dafür Ideen einbringen. Nächste Woche wird ein sehr wichtiger Test, um zu sehen, wie es läuft."

Jede Menge Neues in Malaysia

Beim MotoGP-Test am Dienstag und Mittwoch kommende Woche in Valencia wird Ducati aber noch nicht viele Neuteile dabei haben, wobei Hayden betonte, dass es immer etwas auszuprobieren gibt. Ende November wird dann in Jerez noch einmal getestet, da sollte es ein paar weitere Neuerungen geben. "In Malaysia sollten wir dann viele neue Sachen haben", ließ er den Blick bereits auf die Tests im Februar 2013 schweifen.


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