MotoGP - Diskussionen um ECU und Drehzahlbegrenzung

Nakamoto: Wir brauchen Entwicklungsplattform

Shuhei Nakamoto bezeichnet die letzten Gespräche mit Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta als freundlich, weicht allerdings nicht von seiner Position ab.
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Motorsport-Magazin.com - Die Pläne für das Jahr 2014 in Bezug auf die Drehzahlbegrenzung und die Einheits-Elektronik werden von Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta trotz zahlreicher Einwände der Hersteller immer weiter vorangetrieben. Der Spanier ist bekanntlich nur bereit, Kompromisse einzugehen, wenn Honda und Co. einen Alternativvorschlag unterbreiten – und genau diesen kündigt HRC-Boss Shuhei Nakamoto jetzt an.

"Wir machen einen Fortschritt, aber das ist eine vertrauliche Angelegenheit. Sie werden bald davon erfahren, aber wir gehen Schritt für Schritt voran. Im nächsten Jahr werden wir die Motorenanzahl von sechs auf fünf [pro Fahrer, pro Saison] reduzieren", so Nakamoto, der die Gespräche mit Ezpeleta gegenüber SpeedTV als freundlich bezeichnete.

Die Hersteller sind an der Entwicklung interessiert
Shuei Nakamoto

Von der geplanten Einheits-Elektronik und der Drehzahlbegrenzung verspricht sich der Japaner jedoch weiterhin nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Nakamoto bezeichnet die Pläne, die neben Honda auch Yamaha und Ducati nicht glücklich machen, als verrückt. "Die Hersteller sind an der Entwicklung interessiert. Wir brauchen eine Entwicklungs-Plattform. Wenn jemand sich für eine Einheits-Elektronik entscheidet, hätten wir keine Chance mehr auf Entwicklung in der MotoGP. Wenn die Dorna eine verrückte Entscheidung trifft - und es ist eine verrückte Entscheidung, nicht zu diskutieren, nichts zu erläutern, sondern einfach eine Einheits-Elektronik einzuführen -, müssen wir uns eine andere Plattform suchen, auf der wir entwicklen können: vielleicht die Superbike, vielleicht die japanischen Meisterschaften und wenn es dort nicht gelingt, muss das Unternehmen in Testcentern arbeiten".

Reifen als Knackpunkt

Der HRC-Boss machte außerdem klar, dass mögliche Einsparungen für den Hersteller nicht die Priorität darstellen. "Wir bringen das Geld so oder so auf und werden das Budget nutzen, aber es ist besser, es hier [in der MotoGP] einzubringen", so Nakamoto, der den fehlenden Showaspekt für die Zuschauer nur bedingt teilen kann. "Man spricht immer von Problemen, Problemen, Problemen. Ja, es waren weniger Zuschauer in Mugello, aber auf den meisten Kursen ist es genauso wie zuvor. Der Rennsport hat sich nicht komplett verändert", so der Japaner, der sich von einer Veränderung der Reifenregel bedeutend mehr Spannung versprechen würde. "Die Verwendung eines Reifens bedeutet, dass nichts passiert, aber mit offenen Regeln würde ein Hersteller auf dem einen Kurs einen besseren Reifen machen und auf dem anderen Kurs ein anderer."


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