MotoGP - Keine Zweifel bei Stoner

Australier: Für Comeback müsste sich viel verändern

Casey Stoner bestreitet in Valencia sein letztes MotoGP-Rennen. Der Australier steht zu seiner Entscheidung und plant keine Rückkehr.
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Motorsport-Magazin.com - Casey Stoners Abschied von der MotoGP-Welt rückt immer näher - und damit auch die Wehmut seiner Konkurrenz. "Ich habe großen Respekt für Casey, weil er wahrscheinlich der talentierteste Fahrer ist, den ich je auf der Rennstrecke gesehen hatte, er ist ein echtes Talent", äußerte sich beispielweise Weltmeister Jorge Lorenzo.

Doch auch nach seinem spektakulären sechsten Sieg vor heimischer Kulisse will Stoner nicht mehr an dem Entschluss rütteln, nach dem Rennen in Valencia einen Schlusstrich unter das Kapitel MotoGP zu ziehen. "Ich fühle mich gut mit meiner Entscheidung. Ich ändere meine Einstellung nicht alle paar Minuten", sagte der Australier und fügte hinzu: "Einige Dinge werde ich definitiv vermissen, besonders das Rennfahren. Ich habe großen Respekt für Dani [Pedrosa] und Jorge [Lorenzo]. Ich bin meine ganze Karriere mit ihnen gefahren. Wir haben uns gegenseitig herausgefordert und so viele Jahre miteinander gekämpft. Im tiefsten Inneren werde ich definitiv etwas vermissen, aber ich werde sie weiterhin beobachten und ich werde einige Grand Prix besuchen, um es zu genießen."

Ich ändere meine Einstellung nicht alle paar Minuten
Casey Stoner

Dass auch der 27-Jährige noch einmal ein Comeback wie die Formel-1-Piloten Michael Schumacher und Kimi Räikkönen starten könnte, scheint unter den aktuellen Voraussetzungen allerdings äußerst unrealistisch zu sein. "Damit ich eine Rückkehr in Erwägung ziehen würde, müsste der Sport deutliche Veränderungen erfahren. Ich kann niemals nie sagen, aber ehrlich gesagt verschwende ich zur Zeit keine Gedanken daran jemals zurückzukommen", so Stoner, der als einziger MotoGP-Pilot einen Titel für Ducati holen konnte.

Andere Voraussetzungen in Valencia

Doch bevor der Familienvater den Helm tatsächlich an den Nagel hängt, richtet sich sein Blick auf das Saisonfinale in Valencia. "Wir haben in den letzten beiden Rennen nicht die Ergebnisse erzielen können, die wir wollten, aber wir haben zu unserer Stärke zurückgefunden und die Dinge haben hier [in Australien] gut funktioniert. Es war fantastisch und ich hätte mir kein besseres Karriereende als hier in Australien wünschen können, aber ich höre hier auch noch nicht auf. Wir kommen nach Valencia, um ein weiteres gutes Resultat einzufahren, aber ich weiß, dass es eine komplett andere Geschichte wird", schaut Stoner auf sein letztes MotoGP-Rennen voraus. Während seine Konkurrenten Lorenzo und Pedrosa nur zwei Tage nach dem Finale schon wieder für Testfahrten auf ihre Bikes steigen werden, beginnt für den Honda-Piloten der Ruhestand.


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