MotoGP - Schwantz spielt mögliche Suzuki-Rolle herunter

Erst wenn er sicher etwas weiß

Kevin Schwantz weiß nicht, ob er Suzuki bei einem MotoGP-Wiedereinstieg in leitender Rolle helfen wird. Der Hersteller arbeitet aber eifrig am Comeback.
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Motorsport-Magazin.com - Kevin Schwantz hat die Möglichkeit heruntergespielt, dass er 2014 die Suzuki-Rückkehr in die MotoGP in leitender Rolle begleiten könnte. Im August waren wieder einmal Gerüchte aufgetaucht, wonach der Amerikaner das 1000cc-Projekt des Herstellers für 2014 leiten könnte, doch vorerst will er davon nichts wissen. Getestet wird die neue Maschine bereits seit einiger Zeit und im kommenden Jahr wird es einige Wildcard-Auftritte geben, bevor 2014 der komplette Wiedereinstieg in die MotoGP vollzogen werden soll.

Ich möchte gerne glauben, dass sie nächstes Jahr den ganzen Sommer in Europa herumhängen, einige Wildcard-Rennen fahren, eine Gruppe von Leuten finden, die echt gut zusammenarbeiten und dann 2014 voll angreifen
Kevin Schwantz

Da Schwantz seit jeher ein enges Verhältnis zu Suzuki hat, galt er sofort als möglicher Team-Leader, doch er hat erklärt, zuletzt im März mit Vertretern des Herstellers gesprochen zu haben. "Es klingt toll, aber das erste Mal, als ich davon hörte, war in Indianapolis. Ich möchte gerne glauben, dass sie nächstes Jahr den ganzen Sommer in Europa herumhängen, einige Wildcard-Rennen fahren, eine Gruppe von Leuten finden, die echt gut zusammenarbeiten und dann 2014 voll angreifen. Aber ich bin nicht der Typ, der wegen Fahrern und Mechanikern anfragen wird, damit sie für mich arbeiten, wenn ich nicht weiß, dass ich den Job machen werde. Ich werde nicht die Hoffnungen von Leuten aufbauen, wenn ich nicht weiß, dass es wirklich so kommt", sagte Schwantz MCN.

Gespräche mit Ezpeleta

In Brünn hatten Suzuki-Vertreter mit Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta gesprochen, um den Spanier über die Rückkehr-Pläne auf dem Laufenden zu halten. Dabei konnte Ezpeleta auch gleich die geplanten Regeländerungen für 2014 erklären, die auf eine Einheits-Elektronik und eine Drehzahlbegrenzung von 15500 Umdrehungen pro Minute für die gesamte MotoGP hinauslaufen. Dabei soll der Spanier den Suzuki-Vertretern auch klargemacht haben, dass er eine Dreijahres-Vereinbarung mit ihnen unterzeichnen will, damit der Hersteller etwas länger gebunden ist. Bei Suzuki selbst will man aber wohl erst die Saison 2014 bestreiten und dann entscheiden, wie es weitergeht.

Als wir voriges Jahr unsere Arbeit in der MotoGP beendeten, haben wir unsere Absicht bekanntgemacht, 2014 wieder zurückkehren zu wollen und das ist immer noch der Plan
Satoru Terada

Suzuki MotoGP Chef Satoru Terada wollte noch nicht einmal bestätigen, dass der Einstieg 2014 definitiv feststeht, ein vorgezogenes Comeback als voller Teilnehmer 2013 schloss er ohnehin aus. Er bestätigte aber, dass für kommendes Jahr zahlreiche Tests und bis zu sechs Wildcard-Einsätze geplant sind. "Als wir voriges Jahr unsere Arbeit in der MotoGP beendeten, haben wir unsere Absicht bekanntgemacht, 2014 wieder zurückkehren zu wollen und das ist immer noch der Plan. Wir waren in Brünn, um die Situation in punkto Reglement-Richtung zu verstehen. Aber ich will klarstellen, auch wenn wir beabsichtigen, 2014 wieder zurück zu sein, so wurde noch keine finale Entscheidung getroffen", sagte Terada.


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