MotoGP - Stoners Form lässt Yamaha kalt

Drei Fahrer in eigener Liga

Casey Stoners starke Form bereitet den Yamaha-Verantwortlichen kein Kopfzerbrechen. Wilco Zeelenberg glaubt, dass der Australier geschlagen werden kann.
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Motorsport-Magazin.com - Fünf Bestzeiten an sechs Testtagen - Casey Stoner scheint auch 2012 unantastbar. Doch das Yamaha-Werksteam hat andere Pläne: Wilco Zeelenberg, Teamchef von Jorge Lorenzo, glaubt, dass der amtierende Weltmeister zu schlagen sein wird und dass auch 2011 einiges hätte anders laufen können.

"Wir sind wegen Caseys Form nicht beunruhigt", sagt Zeelenberg gegenüber MCN. "Wir wissen, dass er schnell ist, das hat er die letzten fünf Jahre bewiesen." Allerdings glaubt er, dass Yamaha dichter dran sei als in den Jahren zuvor. Als Weltmeister sei Stoner das Hauptziel für sein Team.

Casey, Dani und Jorge sind die drei Hauptakteure, und wenn einer von ihnen einen Fehler macht, sind die anderen beiden sofort da und man kann eine Menge Punkte verlieren.
Wilco Zeelenberg

Schon 2011 sei Stoner schlagbar gewesen, ist er sich sicher: "Wenn man sich die letzte Saison ansieht, hätte es auch leicht anders laufen können. Er hat einige Fehler gemacht und hatte hin und wieder Probleme wie in Motegi. Wenn er dort gestürzt wäre, dann wäre es vielleicht eine ganz andere Geschichte geworden", zeichnet er einen alternativen Geschichtsverlauf auf. Am Ende aber habe Stoner gewonnen und sei klar der Stärkste gewesen, wofür man ihm Respekt zollen müsse.

Nur drei Weltklassenpiloten

An der Weltspitze macht der frühere GP-Sieger drei Fahrer aus: "Casey, Dani [Pedrosa] und Jorge sind die drei Hauptakteure, und wenn einer von ihnen einen Fehler macht, sind die anderen beiden sofort da und man kann eine Menge Punkte verlieren." Als Beispiel nennt er die Ausfälle Lorenzos in Silverstone und Assen. Einmal gewann Stoner und einmal stand er auf dem Podest: "So kann man schnell viele Punkte verlieren."

Das Problem dabei sei, dass jene drei Fahrer so gut seien, dass es nie vorkomme, dass etwa ein Casey Stoner auf der neunten Position einlaufen würde. In diesem Fall würde sich ein Nuller weniger stark auswirken. "Aber das geschieht eben nicht. Und dies ist der Grund, warum diese Jungs besser sind als der Rest. So läuft das Spiel im Moment."


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