Valentino Rossi Fahrer-Portrait, Chronik, Statistik - MotoGP bei Motorsport-Magazin.com

Der MotoGP-Rennfahrer Valentino Rossi in der MotoGP-Datenbank. Hier finden Sie ein ausführliches Fahrer-Portrait mit Lebenslauf, Karriereverlauf und Chronik.
Interessante Zahlen, Fakten und Informationen liefert die Statistik zu Valentino Rossi mit einer Übersicht aller Teilnahmen, Siege, Pole-Positions, Schnellsten Runden im Rennen, Ausfällen und Punkten. Valentino Rossi und MotoGP bei Motorsport-Magazin.com bedeuten Motorsport für echte Fans!

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Valentino RossiTeam: Movistar Yamaha MotoGP
Valentino Rossi
IT
Geschlecht:   männlich
Geburtstag:   16.02.1979
Alter:   36 Jahre
Geburtsort:   Urbino
Nationalität:   Italien
Wohnort:   Tavullia
Größe:   182 cm
Gewicht:   67 kg
Familienstand:   ledig
Hobbies:   Fußball, Rallyes fahren
Internet:   www.valentinorossi.com/

Fahrer-Portrait

Kaum ein Fahrer hat die Zweiradwelt über den Verlauf seiner Karriere derart geprägt wie Valentino Rossi. Der Italiener entwickelte sich nicht nur zum Seriensieger und Serien-Weltmeister, er lockte durch seine schillernde Persönlichkeit und erfrischende Art zudem zahlreiche Menschen zum Motorrad-Sport, die zuvor keinerlei Berührungspunkte dazu hatten. Und nicht nur das: Der Weltstar Valentino Rossi genießt als wohl einziger Fahrer das Privileg, in jedem Austragungsland der Weltmeisterschaft über eigene Fangruppen zu verfügen. Dies gilt sogar für Spanien, bekanntermaßen dem Land seiner mitunter größten Konkurrenten.

In Zahlen ausgedrückt beeindruckt die Karriere des Italieners ohnehin bereits auf den ersten Blick: 108 GP-Siege bei insgesamt 196 Podien, neun Weltmeister-Titel, 89 schnellste Rennrunden und 60 Pole Positions standen für Rossi mit Ende der Saison 2014 zu Buche. Als er 1996 als Rookie in die 125cc-Klasse einstieg, hatte das kaum jemand erwartet. Als regierender 125cc-Meister von Italien war zwar klar, dass er durchaus über respektables fahrerisches Talent verfügte, jedoch schien ein Sprung in derartige Sphären ausgeschlossen.

Schon im ersten WM-Jahr bejubelte Rossi die erste Pole und den ersten Sieg, beides in Brünn. Dennoch stand am Ende mit Rang neun seine bislang schlechteste Gesamtplatzierung zu Buche. Ein Jahr darauf krönte er sich erstmals zum Weltmeister, es folgte der Wechsel zu den 250ern. Bereits in seiner zweiten Saison 1999 gelang ihm erneut der WM-Coup, weswegen er im Folgejahr direkt den Aufstieg in die 500cc-Klase wagte. Dort wiederholte er sein Muster und holte sich nach einem Jahr Eingewöhnung 2001 den ersten von sieben Titeln in der Königsklasse.

Von 2001 weg waren es sogar fünf Weltmeisterschaften in Folge - und das obwohl er nach 2003 von Honda auf Yamaha wechselte und die Yamaha damals nicht unbedingt als gute Maschine galt. Doch Rossi gelang zu dieser Zeit alles, bereits das erste Rennen in Welkom in Südafrika gewann er auf seinem neuen Motorrad. Nach der Saison 2005 war dann vorerst einmal Schluss mit dem Titel-Hamstern, denn im Jahr darauf schwächelte die Yamaha. Zudem verletzte sich Rossi leicht und Nicky Hayden brachte sich mit einer konstanten Saison auf der Honda beim letzten Rennen in Stellung für seinen ersten Titelgewinn. Dennoch ging Rossi mit einer Gesamtführung und somit als Titelfavorit ins Rennen, stürzte jedoch unerwarteterweise und ermöglichte es Hayden so, den letzten Titel der 990cc-Ära zu gewinnen.

2007 war es dann Casey Stoner, der die Oberhand behielt. Der Australier fuhr eine gute Saison und Rossi musste sich mit Position drei zufrieden geben. Doch 2008 und 2009 schlug der Italiener zurück und holte zwei weitere Male die Weltmeisterschaft, bevor er 2010 einerseits von Verletzungen und andererseits von seinem jungen Teamkollegen Jorge Lorenzo eingebremst wurde. Lorenzo brillierte mit unglaublicher Konstanz an der Spitze und sorgte so für eine Verschiebung des Machtverhältnisses im teaminternen Yamaha-Machtkampf.

Rossi zog daraus die Konsequenzen und heuerte bei Ducati an. Was als italienische Traumehe galt, entwickelte sich in der Saison 2011 aber eher zum Alptraum. War Rossi während der Vorbereitung noch wegen einer Schulterverletzung aus dem Vorjahr behindert, so wurde trotzdem schnell klar, dass die eigenwillige Rennmaschine nicht zu ihm und seinem Fahrstil passte. Da sich das Basis-Konzept nicht mehr umstellen ließ und relativ unflexibel war, was Veränderungen betraf, wurde das Jahr zu einem Testjahr, an dessen Ende lediglich Gesamtrang sieben stand. Auch 2012 blieb die Suche nach Wegen aus der Krise im Hause Ducati erfolglos. Rossi musste sich mit zwei zweiten Plätzen (in Le Mans und Misano) begnügen und kehrte reumütig zu seiner alten Liebe, Yamaha, zurück.

Rossis Fans und er selbst erwarteten sich von seiner Rückkehr einige Großtaten. Letztlich folgte auf einen fulminanten Start in die Saison (Platz zwei in Katar) nur ein Sieg in Assen. In den meisten Rennen waren die drei Spanier Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa eine Nummer zu groß für Rossi, dem nur der Titel als 'best of the rest' blieb.

Die Saison 2014 entpuppte sich schon beim ersten Rennen in Katar zur Auferstehung des Valentino Rossi. In einem Thriller erster Güte hetzte er Superstar Marquez nahezu über die gesamte Renndistanz an der Spitze, unterlag letztlich nur knapp. Während Rossi Teamkollege Lorenzo von Beginn an unter Kontrolle hatte, musste er sich anfangs noch der enormen Übermacht des Repsol-Honda-Teams um Marquez und Pedrosa beugen. Als Letzterer jedoch schwächelte, war Rossi mit konstant brillianten Resultaten zur Stelle, und machte sich so faktisch zum ernsthaftesten Verfolger Marquez'. Sensationelle Siege in Misano und auf Phillip Island sowie insgesamt 13 Podien brachten ihm schließlich den verdienten Vizetitel. Wie auch das spanische Trio der 'Großen Vier' verlängerte Rossi seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2016.

MotoGP-Chronik
Jahr Team Fahrzeug WM PKT GP S P SR
2015 Movistar Yamaha MotoGP Yamaha 1. 179.00 9 3 1 3
2014 Movistar Yamaha MotoGP Yamaha 2. 295.00 18 2 1 1
2013 Yamaha Factory Racing Team Yamaha 4. 237.00 18 1 0 1
2012 Ducati Team Ducati 6. 163.00 18 0 0 1
2011 Ducati Team Ducati 7. 139.00 17 0 0 1
2010 Fiat Yamaha Team Yamaha 3. 233.00 14 2 1 2
2009 Fiat Yamaha Team Yamaha 1. 306.00 17 6 7 6
2008 Fiat Yamaha Team Yamaha 1. 373.00 18 9 2 5
2007 Fiat Yamaha Team Yamaha 3. 241.00 18 4 4 3
2006 Fiat Yamaha Team Yamaha 2. 247.00 17 5 5 4
2005 Fiat Yamaha Team Yamaha 1. 367.00 17 11 5 6
2004 Fiat Yamaha Team Yamaha 1. 304.00 16 9 5 3
2003 Honda Honda 1. 357.00 16 9 9 12
2002 Honda Honda 1. 355.00 16 11 7 9
2001 Honda Honda 1. 325.00 16 11 4 10
2000 Honda Honda 2. 209.00 16 2 0 5
WM = WM-Position, PKT = Punkte, GP = Grand Prix, S = Siege, P = Pole Positions, SR = Schnellste Rennrunden
Statistik

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