
Casey Stoner hört nach der Saison 2012 auf. Motorsport-Magazin.com blickt auf seine bewegte Karriere und die Highlights aus bisher elf Jahren Motorrad-Sport in Europa zurück.

Casey Stoner begann 2000 seine Motorrad-Karriere in der spanischen und britischen 125cc-Meisterschaft. 2001 erreichte er den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Im gleichen Jahr feierte der Australier auch sein Debüt in der Weltmeisterschaft. Auf einer Honda belegte er den 29. Rang mit vier Punkten.

Ab 2002 war Stoner ein festes Mitglied der Weltmeisterschaft. Allerdings bereits in der 250cc-Klasse - der heutigen Moto-2. Im Team von Lucio Cecchinello fuhr der heute 27-Jährige auf einer Aprillia zu 28 Punkten und dem zwölften Gesamtrang.

2003 ging es zurück in die heutige Moto3. In diesem Jahr sicherte sich der Australier seine erste Pole Position in Mugello und nur wenige Rennen später in Valencia seinen ersten Sieg. Insgesamt reichte es für den achten Gesamtrang, den er im Jahr darauf mit Position fünf nochmals toppte.

2005 bestritt der Australier erneut in der 250cc-Klasse und kämpfte bis zu seinem Heim-Grand-Prix auf Phillip Island um den WM-Titel. Sein Gegner: sein heutiger Teamkollege Dani Pedrosa. Dieser konnte sich durch einen Sturz Stoners schließlich die WM-Krone aufsetzen und der Australier musste sich mit dem Vizetitel begnügen.

Ab der Saison 2006 war Stoner in der Königsklasse unterwegs und begann verheißungsvoll. Gleich im zweiten Rennen in der MotoGP stellte er seine Honda auf die Pole Position - im Rennen reichte es aber nur zu Rang fünf. Das konnte Stoner im nächsten Lauf in der Türkei mit einem zweiten Rang aber wieder gutmachen - sein erstes Podest in der MotoGP. Im Gesamtklassement reichte es für den achten Rang.

Als bei Ducati ein Ersatz für Sete Gibernau gesucht wurde, war Casey Stoner 2007 zur Stelle und fuhr fortan unter italienischen Flaggen - eine Entscheidung, die sein Leben verändern sollte. Für den Australier war vor allem wichtig, endlich in einem Werksteam unterzukommen, wofür er sich sofort im ersten Rennen in Katar mit einem Sieg erkenntlich zeigte. Sieben weitere Siege folgten und am Ende war es geschafft: Casey Stoner feierte seinen ersten Weltmeistertitel in der MotoGP.

Das erste Jahr mit der Nummer 1 auf seiner Ducati sollte ein eher schwieriges werden. Denn 2008 startete Stoner zwar erneut stark, kämpfte im weiteren Verlauf aber mit seiner Maschine und fiel weiter hinter Yamaha-Pilot Valentino Rossi und Honda-Mann Dani Pedrosa zurück. Mit einer neuen Motorenelektronik kehrte der Australier schließlich wieder auf die Siegerstraße zurück, zog am Ende aber doch den Kürzeren und wurde Vizeweltmeister.

2009 sollte schließlich ein Jahr der offenen Fragen werden, denn Casey Stoner schwächelte - vor allem körperlich. Was mit schweren Magenkrämpfen in Barcelona begann, wuchs sich im Verlauf der nächsten Rennen zu Schwindelanfällen, Konzentrationsmangel und Gebrechlichkeit aus. Im Anschluss nahm sich der Australier einige Rennen Pause und kurierte sich in seiner Heimat aus. Bis heute konnte - zumindest für die Öffentlichkeit - nicht eindeutig geklärt werden, warum der Ducati-Mann diese Probleme hatte.

2010 kämpfte Stoner mit Motivations-Problemen, fuhr oftmals übers Limit und stürzte. Am Ende reichte es mit fünf Ausfällen nur für den vierten Gesamtrang und das Ende der Ehe zwischen Ducati und Stoner war besiegelt. Kurze Zeit später gab der Australier bekannt, in Zukunft wieder gemeinsam mit Honda auf Punkte- und Siegjagd zu gehen.

Sein erstes Jahr gemeinsam mit Honda sollte eines der besten seiner Karriere werden, denn Casey Stoner zeigte seinem Teamkollegen Dani Pedrosa auf, wer der Herr im Haus ist. Mit zehn Siegen aus 17 gefahrenen Rennen sicherte sich der Australier mit 90 Punkten Vorsprung überlegen den Weltmeistertitel.
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