Moto3 - Grünwald im Indy-Qualifying 21., Öttl enttäuscht

Hoffen auf die Renn-Performance

Für die deutschen Moto3-Piloten Luca Grünwald und Philipp Öttl verlief das Qualifying zum Indy-GP nicht nach Wunsch. Punkte liegen in weiter Ferne.
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Motorsport-Magazin.com - Im extrem engen Feld der Moto3 musste sich Kiefer-Racing-Pilot Luca Grünwald trotz lediglich 1,2 Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit von Jack Miller mit Startplatz 21 begnügen. Nach einem bislang vielversprechenden Wochenende hielt der junge Deutsche auch in der Qualifikations-Session sein Niveau, musste sich aber letztlich der starken Konkurrenz beugen. Landsmann Philipp Öttl haderte nach Platz 27 und 1,8 Sekunden Rückstand mit seiner Performance. Kiefer-Pilot Gabriel Ramos blieb zwar unter drei Sekunden Differenz zur Spitze, geht jedoch lediglich als 32. Und Vorletzter ins Rennen am Sonntag.

Es ist irgendwie so wie immer: nicht schlecht, aber auch nicht gut
Luca Grünwald

"Es ist irgendwie so wie immer: nicht schlecht, aber auch nicht gut", kommentierte Grünwald sein Ergebnis und die persönliche Bestzeit von 1:41,974. Da der Abstand zu den Punkterängen mit einer halben Sekunde jedoch nicht allzu gravierend ist, hält sich seine Enttäuschung dann doch in Grenzen: "Ich bin nur ein bisschen traurig, weil es heute früh ganz gut lief. Leider verliere ich im zweiten Sektor viel zu viel Zeit, über den Rest der Runde kann ich jedoch ganz gut mithalten." Für das Rennen rechnet sich Grünwald durchaus noch Chancen aus, weiter nach vorne zu fahren: "Was mich etwas beruhigt, ist, dass die Zeiten bisher sehr konstant waren. Wenn ich im Rennen im zweiten Sektor einem anderen Fahrer hinterher fahren kann, geht es sicher ein bisschen besser."

Öttl unzufrieden, Ramos nach Sturz leicht angeschlagen

Nach einem enttäuschenden 27. Platz und der persönlich schnellsten Runde von 1'42.483 im Qualifying lässt Öttl seinem Frust freien Lauf: "Die drei freien Trainings waren eigentlich okay und hätten sogar gut werden können. Mit dem Qualifying bin ich aber überhaupt nicht zufrieden. Wir hätten viel, viel schneller sein müssen. Es sind Fahrer vor mir, die normalerweise nicht vor mir sein dürften. Ich bin deshalb sehr enttäuscht. Dass es schneller geht, haben meine Markengefährten Guevara und Navarro mit den Plätzen fünf und sechs bewiesen." Für das Rennen nimmt er sich dann dennoch einiges vor: "Die Leistung der Markengefährten zeigt mir, dass ich unter den Besten 15-20 sein könnte - und das muss am Sonntag auch das Ziel sein."

Es sind Fahrer vor mir, die normalerweise nicht vor mir sein dürften
Philipp Öttl

Grünwalds Kollege Ramos büßte seine ohnehin schon bescheidenen Chancen auf eine ordentliche Platzierung nach einem Sturz im Freien Training am Morgen weiter ein. Mit der persönlichen Bestzeit von 1:43.536 Minuten reichte es so nur zu Platz 32. "Heute Morgen bin ich gestürzt und habe mir am Schlüsselbein wehgetan. Am Nachmittag in der Qualifikation tat es am Anfang auch etwas weh. Gegen Ende ging es dann aber wieder besser, jedoch konnte ich nie unbehindert fahren", verrät der junge Venezolaner. Da er mit unter drei Sekunden Rückstand auf die Spitze jedoch eines seiner besten Ergebnisse einfuhr, zeigt er sich dennoch leicht zufrieden: "Im Vergleich zu vielen anderen Qualifikationen war das heute doch sehr in Ordnung. Das Rennen morgen wird schwierig, aber ich hoffe, ein paar Positionen gut machen zu können."


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