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Moto3 - Wildcard Hanus: Niveau ist echt brutal

Keine deutschen Glanzlichter im Training

Dank der Wildcards Kevin Hanus und Max Kappler verdoppelt sich das deutsche Aufgebot am Sachsenring. Zu bejubeln hatten die Fans aber bislang wenig.
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Motorsport-Magazin.com - Vier deutsche Piloten nahmen die Moto3-Trainings am Sachsenring in Angriff, in den Top-10 konnte sich aber keiner davon platzieren. Philipp Öttl kam der Bestzeit mit 1.021 Sekunden Rückstand als 17. des Tagesklassement noch am nächsten. Luca Grünwald (25.) sowie die beiden Wildcard-Piloten Maximilian Kappler (27.) und Kevin Hanus (34.) landeten deutlich dahinter.

Vor allem Hanus hatte mit Problemen zu kämpfen. "Die Quickshift und der Gangsensor haben im 1. Training nicht funktioniert und der Lambdasensor hat auch irgendwann den Geist aufgegeben. Wir konnten also unsere Daten gar nicht richtig auslesen", ärgerte sich der 20-Jährige im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Er fügte aber hinzu: "Die meisten Probleme, etwa beim Fahrwerk, haben wir jetzt aber behoben."

Comeback nach 10 Monaten

Nach einem schweren Sturz beim IDM-Rennen am Sachsenring im Vorjahr, nach dem sich Hanus die ausgekegelte Schulter operieren lassen musste, und sieben Monaten Rehabilitation ist es sein erstes Rennwochenende seit zehn Monaten.

Das Niveau war schon letztes Jahr extrem hoch, aber in diesem Jahr ist es echt brutal.
Kevin Hanus

"Da es in der IDM ja keine Moto3 mehr gibt, konnte ich keine Rennen fahren. Wir müssen das Beste aus dieser Situation machen." Vom Level der WM war Hanus, der seinen 14. Einsatz bestreitet, beeindruckt: "Das Niveau war schon letztes Jahr extrem hoch, aber in diesem Jahr ist es echt brutal. Wenn du die Fahrer und die Motorräder auf der Rennstrecke siehst, merkst du wie sehr sich das alles in einem Jahr verbessert hat. Ein so hohes Niveau habe ich noch nirgendwo erlebt. Ich muss kämpfen."

Grünwald kein Freund des Sachsenring

Kämpfen - das muss auch Grünwald, der mit seinem 25. Rang nicht zufrieden war: "Die Platzierung ist natürlich nicht gut, aber wir haben und im Vergleich zu heute Morgen gesteigert. Der Sachsenring war noch nie so meines. Das ganze Drumherum ist zwar ganz schön, aber die Strecke selbst hat mir noch nie so wirklich gut gepasst."

"Es ist hier sehr schwierig und sehr speziell. Teilweise musst du dich auf Sachen konzentrieren, die nicht ganz normal sind, denn es gibt besondere Kurven. Das Ganze passt leider nicht so gut zu meinem Fahrstil, aber darauf muss ich mich einstellen", führte Grünwald gegenüber Motorsport-Magazin.com aus. "Ich bin zuversichtlich, dass ich mich morgen noch verbessern kann und wir beim Motorrad noch etwas finden. Der Rückstand ist nicht allzu groß, daher ist noch einiges drin."

Öttl strebt Punkte an

Noch optimistischer war Philipp Öttl. "Wenn es in Assen Punkte geworden sind, dann werden es hier sicher auch welche. Ein guter Punkterang ist unser Ziel", meinte der bayrische Fahrer nach seinem 17. Gesamtrang im Training.

Diesen erklärte er folgendermaßen: "Im ersten Training hat sich das Motorrad ganz gut angefühlt und waren Siebenter. Am Nachmittag haben wir viel umgebaut, was sich aber negativ ausgewirkt hat. Wir haben am Setting von Gabel und Federbein gearbeitet, aber auch an der Rahmenseite etwas verändert. Morgen gehen wir eher wieder auf das Setup vom Vormittag zurück."


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