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Moto3 - Kolumne - Luca Grünwald

Ein Road Trip nach Le Mans

Der Newcomer in der WM ist auch Newcomer auf Motorsport-Magazin.com: Luca Grünwald berichtet aus Jerez, Le Mans und der bayrischen Heimat.
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Motorsport-Magazin.com - Servus aus der Heimat!
Nach den ganzen Überseerennen genieße ich aktuell ein paar halbwegs ruhige Tage zu Hause. Heute war ich schon im Fitnessstudio und am Nachmittag fahre ich vielleicht noch Supermoto. Ich werde diese Woche mit meinen Vorbereitungen für Mugello weitermachen. Vielleicht gehe ich am Wochenende mal ein bisschen aus, wenn ich schon Daheim bin. Mal schauen, ob ich Lust habe...

Zuletzt hatte ich mich aber aus Argentinien gemeldet, also fangen wir doch mal dort an: Nach dem Rennen in Termas de Rio Hondo gab es am Sonntagabend eine After Race Party, die echt gut war. Da waren ganz schön viele Fahrer und noch andere Leute dabei, was ganz lustig war. Aber ich kann hier natürlich nicht alle Geheimnisse ausplaudern.

Montagfrüh sind wir in Richtung Heimat losgeflogen, wo ich Dienstagnachmittag um drei auch endlich ankam. Zu Hause habe ich alles ausgepackt, Mama hat die Wäsche gewaschen und genau zwölf Stunden später, also nachts um drei bin ich wieder los zum Flughafen und ab nach Spanien. Am Mittwoch und Donnerstag habe ich mir die Strecke ein bisschen angeguckt, bin ein paar Mal mit dem Roller herumgefahren und herumgelaufen. Dort haben wir auch die neue Kalex bekommen, die ich mir vorher natürlich auch erst einmal angeschaut habe.

An dem Wochenende ging gar nichts
Luca Grünwald

Das Wochenende war dann natürlich nicht so der Hit. Es war ziemlich schwierig in Jerez und ist mit einem nicht wirklich guten Rennen zu Ende gegangen. Aber so ist das eben manchmal. Ich habe mich auf der neuen Kalex von Anfang an ein bisschen besser gefühlt. In Jerez haben wir es aber einfach nicht so hingebracht, die Vorteile der neuen Maschine besser auszunutzen. An dem Wochenende ging gar nichts.

Dafür konnte ich am Wochenende danach auf jeden Fall erst einmal ausschlafen. Ich hatte in der Woche aber auch viele Termine, besonders bei meinem Physiotherapeuten, damit mit meinem Rücken alles passt. Ich habe euch ja schon in der letzten Kolumne erzählt, was da los ist. Es ist aber auf jeden Fall schon besser geworden und ich denke, dass das auch so bleiben wird. Ich habe dafür auch noch neue Trainingspläne bekommen, die ziemlich gut sind und ihre Wirkung zeigen.

Nach seinem Sturz in Frankreich musste Luca Grünwald zum Check ins Krankenhaus - Foto: Luca Grünwald

Vor Le Mans habe ich ansonsten nichts Spektakuläres unternommen. Am Mittwochmorgen bin ich mit meinem Kumpel zusammen mit dem Auto los nach Frankreich gefahren, was ziemlich genau zwölf Stunden von Daheim entfernt ist. Das Wochenende in Le Mans war eigentlich gut. Der Abflug am Samstag war ein bisschen blöd. Ich hätte etwas weiter vorne starten können, aber mei, das passiert. Das Rennen war bisher das Beste dieses Jahr. Wir müssen uns aber schon noch etwas steigern.

Wir haben heimwärts die ganze Nacht durchgezogen - von 19:00 bis 7:00 Uhr, weil mein Freund am Montagfrüh um 10 bei einer Vorlesung in Landshut sein musste, wo er studiert. Er ist bis 12 gefahren und ich dann ab Mitternacht bis nach Hause. Das war ein witziger Trip, aber gleichzeitig auch eine der anstrengenderen Nummern. Ich war danach so kaputt, dass ich direkt aus dem Auto raus und daheim auf die Couch gefallen bin und erst einmal bis Nachmittag geschlafen habe.

Leider erreichte auch mich gestern Abend die traurige Nachricht über Simon Andrews, was mich wirklich wahnsinnig traurig stimmt. Ich möchte seiner Familie und seinen Freunden mein Beileid aussprechen und wünsche ihnen viel Kraft. Natürlich ist unser Sport gefährlich, aber schließlich hoffen wir alle nur das Beste.

Euer Luca

Unterschrift von Luca Grünwald


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