Moto3 - Miller: War einfach zu stark auf der Bremse

Kontrolle über das Rennen stets behalten

Mit einer Meisterleistung sicherte sich WM-Leader Jack Miller den Sieg beim Moto3-Rennen in Austin. Trotz knappem Finish verlor er nie die Kontrolle.
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Motorsport-Magazin.com - Das zweite Moto3-Rennen der Saison sorgte erwartungsgemäß für großes Spektakel. Vier Fahrer kämpften noch in der letzten Runde um den Sieg, jedoch erwies sich Jack Miller als der Stärkste. Nach einem Blitzstart führte der Australier nahezu das gesamte Rennen souverän an und wehrte zahlreiche Windschattenmanöver der Kontrahenten Evren Vazquez, Alex Marquez und Romano Fenati am Ende der langen Geraden mit starken Manövern auf der Bremse ab.

"Ich weiß nicht, ob man es sehen konnte von außen, aber ich war das ganze Rennen über sehr stark auf der Bremse, heute vielleicht sogar zu stark", resümiert der WM-Leader. "Ich habe quasi das ganze Rennen über geführt, war konstant schnell und habe vor allem auch am Ende noch starke Runden zusammengebracht, als Romano und Evren groß aufkamen. Das war der Schlüssel zum Sieg."

Ich war das ganze Rennen über sehr stark auf der Bremse, heute vielleicht sogar zu stark
Jack Miller

Im Gegensatz zum Auftaktsieg in Katar, als Miller nach hartem Kampf und Auf-und-Ab siegte, fiel der heutige Sieg zumindest gefühlsmäßig deutlicher aus: "Ich hatte meiner Meinung nach stets alles unter Kontrolle und als einziger KTM-Pilot auf dem Podium zu stehen, ist ein tolles Gefühl."

Fenati mit starker Aufholjagd

Fast ein wenig überraschend belegte der lediglich an acht gestartete Romano Fenati Rang zwei in Austin. Nach einer verhaltenen Anfangsphase kämpfte sich der junge Italiener aus dem Team von MotoGP-Superstar Valentino Rossi mit sehenswerten Manövern immer weiter durchs Feld und verpasste schließlich mit der Winzigkeit von nicht einmal einer Zehntelsekunde seinen ersten Sieg.

Die Zweikämpfe mit den anderen drei haben super Spaß gemacht und die letzte Runde war extrem schwer
Romano Fenati

"Gestern hatte ich hier noch große Probleme mit dem Grip auf der Strecke und es lief für mich echt nicht gut, aber heute hat alles geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe", verät Fenati. Vor allem ein sehenswertes Doppelmanöver außen herum gegen Alex Marquez und Evren Vazquez dürfte dabei noch vielen in Erinnerung bleiben. "Die Zweikämpfe mit den anderen drei haben super Spaß gemacht und die letzte Runde war extrem schwer, da alle maximal gepusht haben. Leider hat es nicht ganz zum Sieg gereicht, aber ich bin sehr glücklich."

Vazquez zufrieden mit zweitem Podium der Saison

Nach einem weiteren starken Rennen feierte Evren Vazquez nach dem Saisonauftakt in Katar bereits sein zweites Podium der laufenden Saison. Den Großteil des Rennens über hielt sich der Honda-Pilot dabei in Millers Windschatten auf, um spät mit einem gezielten Manöver möglicherweise das Rennen für sich zu entscheiden. Die Taktik ging jedoch nicht ganz auf, da er auch mit Marquez und Fenati in harte Zweikämpfe verstrickt war. Dennoch zeigt sich Vazquez mit dem Resultat zufrieden:

Es ist immer schwierig, wenn vier Fahrer so eng beieinander in die letzte Runde gehen
Evren Vazquez

"Ich habe das Rennen sehr genossen, denn es war für mich als Fahrer wirklich spannend. Ich wollte die ganze Zeit pushen und versuchen, an Jack dran zu bleiben, denn dieser hatte einen sehr schnellen Rhythmus". Mit konstant schnellen Runden hielt Vazqez zwar permanent den Anschluss, kam jedoch nicht dazu, das entscheidende Manöver zu setzen. "Es ist immer schwierig, wenn vier Fahrer so eng beieinander in die letzte Runde gehen. Da entscheiden dann einfach Nuancen und leider hat es für mich nicht ganz gereicht. So kann es aber dennoch für uns weitergehen."


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