Moto3 - Miller ringt Fenati und Vazquez nieder

Packender Kampf bis zur Ziellinie

Jack Miller sicherte sich beim Grand Prix von Austin in einem typischen Moto3-Krimi seinen zweiten Saisonsieg.
von

Motorsport-Magazin.com - Zum ersten Mal in seiner Karriere nahm KTM-Werkspilot Jack Miller beim Grand Prix von Texas in der Moto3-Klasse einen Weltmeisterschaftslauf aus der Pole Position in Angriff. Hinter ihm lauerten mit Efren Vazquez, Alex Rins und Alex Marquez drei spanische Fahrer auf Honda-Maschinen, die dem Australier das Leben schwer machen wollten.

Am Start kam Miller jedoch gut weg und bog souverän als Führender in die erste Kurve ein, hinter ihm positionierte sich Efren Vazquez. Jakub Kornfeil schoss von Startplatz sechs nach vorne und ordnete sich vor dem Estrella-Galicia-0,0-Duo Alex Marquez und Alex Rins ein. Gleich im ersten Umlauf konnten sich Miller und Vazquez deutlich absetzen und fuhren über zwei Sekunden auf den drittplatzierten Kornfeil heraus. In der zweiten Runde wurde es Marquez und Rins dann zu bunt. Sie gingen am Calvo-Pilot vorbei und machten sich auf die Jagd nach dem Spitzenduo Miller und Vazquez.

Alex Marquez war zu Rennbeginn noch ein Sieganwärter - Foto: Repsol

Alex Marquez hatte nach etwa fünf Runden wieder den Anschluss an die Führenden gefunden, während Alex Rins etwas abreißen lassen musste. Er formierte hinter dem Spitzentrio eine Dreiergruppe mit Romano Fenati und Jakub Kornfeil. Einen Umlauf später ging Marquez am Ende der langen Gegengeraden an Vazquez vorbei und setzte sich auf Rang zwei, doch Vazquez schlug auf der Start-Ziel-Geraden zurück.

Zehn Runden vor Ende überholte Marquez Vazquez erneut auf der Gegengeraden und konnte sich dieses Mal vor dem Racing-Team-Germany-Piloten halten. Dahinter übernahm unterdessen Fenati das Kommando in der Verfolgergruppe. Der Mann aus dem Nachwuchsteam von Valentino Rossi näherte sich Zehntel für Zehntel an. Mit noch sechs zu fahrenden Runden ging Vazquez vor Kurve eins wieder an Marquez vorbei, doch er schlug einmal mehr auf der Gegengeraden zurück, während sich hinter Fenati Rins und Kornfeil duellierten.

Fenati schließt auf

Durch diese Spielchen konnte Fenati fünf Umläufe vor Ende zur Gruppe aufschließen. Der Fight um den Sieg war nun zu einem Vierkampf geworden. Bereits in der nächsten Runde kassierte der Italiener Vazquez und Marquez am Ende der Gegengeraden und war nun erster Verfolger von Jack Miller. Doch Efren Vazquez gab sich nicht geschlagen und schlug zurück, doch in der vorletzten Runde war es wieder Fenati der sich an den Auspuff von Miller heftete.

In der Reihen folge Miller, Fenati, Vazquez und Marquez ging es in die letzte Runde. Vazquez ging auf der Gegengeraden in Führung, doch Miller und Fenati bremsten sich in der folgenden Kurve links und rechts an ihm vorbei. Miller lag nun vor Fenati und Vazquez in Führung und konnte den Sieg hauchdünn über die Ziellinie retten. Dahinter stürzte Alex Marquez in der vorletzten Kurve völlig unbedrängt auf Rang vier liegend aus dem Rennen.

Stürze, Kollisionen und Frühstarts

Es war aber nicht der erste Sturz des Grand Prix. Andrea Locatelli und Arthur Sissis gingen bereits in der ersten Kurve des Rennens zu Boden. Locatelli rutschte aus, Sissis konnte nicht mehr ausweichen und fuhr mit seiner Mahindra über das Motorrad seines Markenkollegens. Locatelli konnte das Rennen fortsetzen, Sissis musste allerdings aufgeben. In Runde vier stürzte Hafiq Azmi und wenig später auch Isaac Vinales. Brad Binder musste mit einem technischen Defekt aufgeben.

Hinter dem Spitzentrio Miller, Fenati und Vazquez kam Alex Rins als Vierter ins Ziel. Jakub Kornfeil belegte Rang fünf vor Alexis Masbou. Francesco Bagnaia brachte die zweite KTM im Team von Valentino Rossi als Siebenter über die Linie und ließ so die Briten Danny Kent und John McPhee hinter sich. Karel Hanika belegte Platz zehn vor Juanfran Guevara und Livio Loi. Enea Bastianini, Niklas Ajo und Miguel Oliveira holten die letzten WM-Zähler.

Philipp Öttl war von den Punkterängen als 20. erneut weit entfernt, ihm fehlten 27 Sekunden auf Platz 15. Für Luca Grünwald hatte das Rennen bereits denkbar schlecht begonnen. Er legte einen Jumpstart hin und wurde prompt mit einer Ride-Through-Strafe bestraft. Mehr als Position 23 war in der Folge für den Kiefer-Racing-Piloten nicht drinnen.


Weitere Inhalte:

nach 11 von 18 Rennen
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x