Moto3 - Die Tops und Flops der Saison

Spannend, aber etwas eintönig

Die Moto3 war 2013 fest in der Hand von spanischen Fahrern und KTM. Die High- und Lowlights der abgelaufenen Saison.
von

Top: WM-Spannung

Noch aufregender ging es nicht! Vor dem Saisonfinale in Valencia lagen die drei WM-Führenden Luis Salom, Maverick Vinales und Alex Rins innerhalb von nur fünf Punkten. Die Rechnung war daher eine einfache: Wer das letzte Rennen gewinnt, ist Weltmeister. Im Rennen selbst leistete jeder der drei Piloten Führungsrunden und war damit zwischenzeitlich und virtuell Champion. Die Entscheidung fiel erst auf der allerletzten Runde und mit Maverick Vinales gewann am Ende der konstanteste Top-Fahrer im Feld.

Dieses Trio machte sich die WM aus - Foto: Repsol Media

So spannend wie das Finale verlief die gesamte Saison. Alle drei Piloten durften die WM anführen, alle drei duellierten sich fast in jedem Rennen um den Sieg und Hersteller KTM garantierte die totale Chancengleichheit ihrer fahrbaren Untersätze. Die Moto3-Rennen waren - vor allem in den jeweils letzten Runden - während des ganzen Jahres sehenswert. Schade nur, dass Vinales und Salom künftig in der Moto2 ihr Glück versuchen und 2014 von den diesjährigen Spannungsgaranten nur noch Rins auf den Moto3-Titel losgehen wird.

Flop: Honda

Für den erfolgreichsten Hersteller der WM-Geschichte war diese Saison schon ein wenig peinlich. Gab es 2012 noch sieben Siege und Platz zwei in der Hersteller-Wertung, so war das beste Einzelergebnis eines Honda-befeuerten Motorrads in dieser Saison ein fünfter Rang. Bei den Herstellern blieb damit hinter KTM, Kalex und Mahindra nur Rang vier. Das Konzept mit FTR-Chassis und Honda-Motor wird für 2014 aber über Bord geworfen. Mit reinrassigen Werksmotorrädern a la KTM und den Top-Piloten Alex Rins und Alex Marquez blasen die Japaner dann zur großen Offensive.

Marc und Alex Marquez feierten gemeinsam - Foto: Repsol Honda

Top: Alex Marquez

Man solle auf seinen Bruder aufpassen, warnte Marc Marquez die Fahrer in der Moto3 zu Saisonbeginn. Der spätere Weltmeister sollte Recht behalten! Alex Marquez war neben Jonas Folger der einzige Fahrer, der mit dem Top-Trio mithalten konnte. Der 17-Jährige schaffte es fünf Mal auf das Podium, gewann in Motegi sogar sein erstes Rennen und wurde zum Rookie of the Year gewählt. Dass er ständig mit Bruder Marc trainiert, ist seinen zukünftigen Motorrad-Ambitionen sicher nicht abträglich. Womöglich sieht die MotoGP in ein paar Jahren das spannende Bruder-Duell zwischen den beiden Marquez-Sprösslingen.

Flop: Asiatische Fahrer

Einst war die kleinste Klasse von Japanern geprägt und in den Neunzigerjahren gab es 125cc-Titel am laufenden Band. Mehr als ein Jahrzehnt muss man nicht nur Japaner, sondern selbst Fahrer aus Gesamt-Asien in der Startaufstellung mit der Lupe suchen. Mit Zulfahmi Khairuddin und Hyuga Watanabe gehörten 2013 nur noch zwei Asiaten zum Stammaufgebot in der Moto3. Der Malaysier Khairuddin holte als WM-Zwölfter zumindest noch ein paar vereinzelte Top-10-Plätze, sein japanischer Gegner Watanabe punktete nur ein einziges Mal. Große Besserung ist auch für die nächsten Jahre nicht in Sicht.

Nach Jonas Folgers Moto2-Aufstieg ruhen die deutschen Hoffnungen auf Philipp Öttl - Foto: Interwetten Moto3 Racing

Top: Neue deutsche Welle

Deutschland war 2013 ganz schön angesagt. Hinter Spanien und Italien stellte Schwarz-Rot-Gold die drittgrößte Fraktion im Starterfeld. Jonas Folger, Philipp Öttl, Toni Finsterbusch und Florian Alt waren die gesamte Saison dabei, Luca Amato ab Brünn Stammfahrer. Zudem durften sich auch Luca Grünwald und Kevin Hanus per Wildcard versuchen. Allerdings holte neben Folger nur Öttl WM-Punkte, Alt und Finsterbusch verloren zudem für 2014 ihre Motorräder bei Kiefer Racing.

Flop: Immer das Gleiche

So toll der WM-Kampf und die Leistungen der Piloten auch waren, so eintönig war die Saison für die Statistik. Alle 17 Rennen wurden von einem Spanier auf einer KTM gewonnen. Nur vier Podiumsplätze gingen nicht an Spanier bzw. nicht an Fahrer auf einer reinrassigen Werks-KTM. Mahindra und Honda arbeiten daran, die Siegesserie des österreichischen Herstellers zu brechen und auch die Chancen auf eine andere als die spanische Hymne steigen, denn bislang haben erst vier Fahrer aus Spanien ein Motorrad sicher.


Weitere Inhalte:

nach 2 von 18 Rennen
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x