Moto3 - Maverick Vinales: Der Champion im Portrait

Eine Karriere von Erfolgen gepflastert

Maverick Vinales setzte schon immer seinen Kopf durch. Der Erfolg gibt ihm recht. Am Sonntag wurde er zum ersten Mal Weltmeister.
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Motorsport-Magazin.com - Maverick Vinales hat es geschafft: Der 18-jährige Spanier krönte sich mit einem Sieg in Valencia zum Weltmeister der Moto3 und durfte damit seinen ersten WM-Titel bejubeln. In seinem dritten Jahr wurde er den von Beginn an hohen Erwartungen gerecht.

Diese hatte er mit Seriensiegen in den spanischen Nachwuchsklassen geschürt. 2007 und 2008 katalanischer 125cc-Meister, im Jahr darauf Vizemeister und Rookie des Jahres in der gesamtspanischen Meisterschaft, die er im Jahr darauf - ebenso wie die EM - gewinnen sollte. Auch in der Weltmeisterschaft schlug Vinales schon in seinem Debütjahr voll ein. Für das Blusens-Team, das damals noch von Paris Hilton öffentlich promotet wurde und deren Namen im Logo trug, feierte er mit Rang neun in Katar seine Premiere auf einer 125cc-Aprilia. Schon im vierten Rennen in Le Mans lachte Vinales erstmals vom obersten Treppchen. In seinem ersten Jahr sollten weitere Siege in Assen, Sepang und Valencia folgen und Vinales schloss die WM als Dritter und unangefochtener Rookie of the Year ab.

Da Weltmeister Nico Terol und der Gesamtzweite Johann Zarco 2011 in die Moto2 aufstiegen, ging Vinales 2012 als großer Favorit in die neue Moto3-Klasse. Er siegte beim Auftakt in Katar und gewann im Juni in Barcelona, Silverstone und Assen drei Rennen in Folge. Nach einem weiteren Sieg in Mugello ging er mit nur neun Punkten Rückstand auf Sandro Cortese in die Sommerpause. In der zweiten Saisonhälfte offenbarte die FTR-Honda allerdings ihre Schwächen und Vinales wurde rasch klar, dass er gegen die KTM-Armada einen Materialnachteil hatte.

Maverick Vinales lag mit seiner Entscheidung für KTM goldrichtig - Foto: Milagro

Zudem verstrickte er sich in seinem Team in Kontroversen. Blusens verwehrte ihm den internen Aufstieg in die Moto2 und enthielt ihm zudem Informationen über Angebote anderer Teams vor. Vinales machte intern Druck für 2013 auf KTM zu wechseln, stieß aber auf taube Ohren. In Aragon streikte Vinales deshalb und setzte ein Rennen aus. Nachdem er in der WM erneut Rang drei belegte, verließ er Blusens im Streit und unterschrieb beim Team Calvo, wo ihm 2013 Werksmaterial von KTM zur Verfügung stand.

Die Entscheidung war goldrichtig: Denn KTM sollte 2013 noch überlegener als im Jahr zuvor sein und alle Rennen gewinnen. Vinales startete mit zwei zweiten Plätzen und Siegen in Jerez und Le Mans. Danach schien ihm aber das letzte Quäntchen Glück in den Duellen mit Alex Rins und Luis Salom zu fehlen. Bis zum Finale in Valencia sollte er kein Rennen mehr gewinnen. Allerdings verpasste er das Podium nur zwei Mal und hatte Rang fünf als schlechtestes Ergebnis zu Buche stehen. Im Gegensatz zu seinen WM-Rivalen Rins und Salom überstand Vinales die Saison ohne Nullnummer, was ihm letztlich den Titel einbrachte.

Allerdings handelte er sich mit hitzköpfigen Aktionen in diesem Jahr zwei Punkte auf seinem Strafenkonto ein. In Barcelona fuhr er im Qualifying nach einem Sturz von der verkehrten Richtung in die Boxengasse und in Sepang schnitt er Jack Miller gefährlich in die Linie. Seinen Aufstieg in die Moto2 für 2014 hatte er bereits vor seiner Triumphfahrt in Valencia fixiert. Beim Team von Sito Pons wird er gemeinsam mit Luis Salom die Nachfolge von Weltmeister Pol Espargaro antreten. Es wäre eine Überraschung, sollte dem 18-Jährigen der Erfolg dort verwehrt bleiben.


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