Moto3 - Interview - Hector Faubel

Das Ziel ist der Titel

Hector Faubel ist in diesem Jahr der älteste Fahrer in der Moto3. Im Interview erklärt der Spanier, warum ihn seine Erfahrung zum Titel führen kann.

Motorsport-Magazin.com - Wie gefällt dir der Sound eines Moto3-Bikes?
Hector Faubel: Es ist schwierig, den Sound eines Moto3-Bikes zu erklären. Er ist viel lauter als eine 125, sogar lauter als eine Moto2 und man braucht dafür Ohrenstöpsel.

Wo spürst du die größten Unterschiede zwischen einer 125er und einer Moto3?
Hector Faubel: Hauptsächlich beim Gewicht. Die 125er ist leichter und lebendiger, aber das Gute an der Moto3-Viertakter ist, dass sie es einem erlaubt, aus den Kurven heraus viel früher aufs Gas zu gehen. Sie ist geschmeidiger, gutmütiger. Ich glaube nicht, dass jemand erwartet hat, dass sie so schnell entwickelt werden und es wird nicht lange dauern, bevor wir 125er-Zeiten fahren. Das Moto3-Konzept entwickelt sich rasend schnell.

Da es eine völlig neue Maschine ist, gab es viel Arbeit zu machen und viel Feedback zu geben, um die Entwicklung zu beschleunigen
Hector Faubel

Erzähle uns von deinem Winter...
Hector Faubel: Er war ziemlich lange und es gab keine Zeit für Urlaub, weil wir für die Moto3 so viel testen mussten. Da es eine völlig neue Maschine ist, gab es viel Arbeit zu machen und viel Feedback zu geben, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Wie liefen die Tests für dich?
Hector Faubel: Was die Zeit auf der Maschine betraf, war es toll, wir sind viele Runden gefahren. Beim letzten Test in Jerez war es offensichtlich, dass wir noch einen weiteren Schritt machen müssen, aber ich bin mir sicher, dass wir in Katar weiter Fortschritte machen und zumindest um das Podest kämpfen.

Was rechnest du dir für 2012 aus?
Hector Faubel: Mein Vorhaben für die Saison ist es, konstant zu sein und bei jedem Rennen um das Podest zu kämpfen. Wenn wir diese zwei Dinge schaffen, dann werden wir am Ende der Saison um den Titel mitfahren.

Hector Faubel setzt auf seine Erfahrung - Foto: Aspar Team

In welchen Bereichen kann deine Kalex-KTM noch besser werden?
Hector Faubel: Die einzigen Dinge, die jetzt noch besser werden müssen, sind die Kurveneinfahrt und die Kurvenfahrt der Maschine, aber wir arbeiten daran.

Was sind ihre Stärken?
Hector Faubel: Der größte Vorteil mit der Kalex-KTM ist, dass man früh auf das Gas gehen kann und die Motorbremse ist auch eine große Hilfe. Dadurch ist die Maschine einfacher zu fahren und die Zusatzpower vom Motor bedeutet, dass man sich von einem Fehler in der Kurve schnell wieder erholen kann.

Was würde Hector Faubel am Ende der Saison glücklich machen?
Hector Faubel: Ich will meinen Job einfach gut machen und Fehler vermeiden. Wir werden sehen, wie das Ergebnis dann aussieht, aber ich würde lügen, wenn ich nicht zugäbe, dass ich liebend gerne zum Weltmeister gekrönt werden möchte.

Wir sind in dieser Klasse geblieben, damit wir um den Titel mitkämpfen, das ist also das klare Ziel und wir werden für diese Sache alles geben
Hector Faubel

Wie bald kannst du Rennen gewinnen?
Hector Faubel: Es ist etwas früh, um darüber nachzudenken. Wir haben Jerez mit ein paar klaren Ideen zu unserem Basis-Setup verlassen, aber wir haben in Katar noch Arbeit. Wir müssen weiter in diese Richtung arbeiten und es gibt keinen Grund, warum es nicht bald Siege geben sollte.

Was sind deine Ziele für die Saison?
Hector Faubel: Wir sind in dieser Klasse geblieben, damit wir um den Titel mitkämpfen, das ist also das klare Ziel und wir werden für diese Sache alles geben.

Auf wen wird man in der Moto3 achten müssen?
Hector Faubel: Die FTR-Honda-Fahrer waren in Jerez schnell, aber wir waren im Winter alle effektiv, daher denke ich nicht, dass es keinen klaren Favoriten gibt, nur einige Hoffnungsträger.

Hector Faubel mag seine Maschine - Foto: Milagro

Wie lässt sich die Kalex-KTM beschreiben?
Hector Faubel: Eine ihrer Stärken ist ihre Stabilität auf beiden Seiten. Wir haben uns gut an die Kalex-KTM angepasst und unsere bisherige Arbeit war produktiv. Das wird uns für den Rest der Saison sehr nützlich sein.

Hector Faubel, der älteste Fahrer in dieser Klasse...
Hector Faubel: Ja, dieses Jahr bin ich an der Reihe, der Älteste da draußen zu sein, aber ich hoffe, das ist ein gutes Omen. Das Wichtigste in der Weltmeisterschaft ist Konstanz, also hoffe ich, meine Erfahrung dazu zu nutzen, konstant zu sein. Über die Jahre habe ich gelernt, meine Nerven zu kontrollieren, was ein entscheidender Faktor für Rennsiege ist.

Wie fühlt es sich an, Teil des Aspar-Teams zu sein?
Hector Faubel: Aspar ist wie ein weiteres Familienmitglied für mich. Ich habe viele Jahre als Teil dieses Teams verbracht und dort meine größten Erfolge gefeiert. Das Aspar-Team sind Freunde von mir und es sind jene Leute, die mir am meisten helfen und die mich am meisten Antreiben.


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