Moto3 - Terol der glücklichste Mann der Welt

Viele Jahre harte Arbeit

Nico Terol sah sich zwar als verdienter 125cc-Weltmeister, so richtig glauben konnte er seinen Erfolg im ersten Moment aber nicht.
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Motorsport-Magazin.com - War der Kampf gegen Johann Zarco vor allem in der zweiten Saisonhälfte besonders intensiv gewesen, so lief die WM-Entscheidung am Sonntag in Valencia für Nico Terol dann doch relativ entspannt ab. Zarco verabschiedete sich früh aus dem Rennen, weil er wusste, dass er unbedingt gewinnen muss und deswegen zu viel riskierte. Damit war Terol Weltmeister und beinahe gewann er sogar noch das Rennen. Aber auch als Rennzweiter war er gut drauf. "Ich bin jetzt der glücklichste Mensch der Welt. Es ist schwer zu glauben, dass wir endlich den Titel geholt haben. Ich musste viele Jahre hart arbeiten, damit dieser Traum wahr wird und jetzt schwebe ich auf Wolke sieben, da wir es geschafft haben", sagte Terol.

Als ich sah, dass Zarco draußen war, begann ich das Rennen mehr zu genießen. Ich hatte so viele positive Gedanken in meinem Kopf, dass ich mich ablenken konnte
Nico Terol

Das Wochenende bis zur Titelfeier war allerdings hart gewesen, denn der Regen hatte immer wieder seine feuchten Krallen ausgefahren und machte Terol etwas nervös, immerhin war ein Ausfall das Letzte, was er brauchen konnte. Letztendlich lief dann aber alles für ihn. "Weil die Session [das Qualifying] gestern so eigenartig lief, waren heute viele nervöse Fahrer beim Rennstart an der Spitze. Ich dachte manchmal, dass es da einen Sturz geben könnte und war mir nicht sicher, ob ich pushen sollte oder nicht. Als ich sah, dass Zarco draußen war, begann ich das Rennen mehr zu genießen. Ich hatte so viele positive Gedanken in meinem Kopf, dass ich mich ablenken konnte. Ich wollte gewinnen, aber wir nutzten die weichen Reifen und die waren am Ende ziemlich hinüber", erzählte Terol.

Nachdem er den Titel endlich hatte, hielt er auch fest, dass er und sein Team ihn auch verdient hätten, da man bei Rennen wie in Assen oder Brünn viel Pech gehabt hatte. Ganz besonders war für ihn das Gefühl, auf einer Strecke die WM zu gewinnen, an der er als Fahrer groß geworden ist und wo seine heimischen Fans ihn anfeuerten. "Dies war das Jahr, in dem ich so wenig Schlaf wie nie zuvor hatte. Es war vorige Nacht schwer für mich, zu schlafen und Nervosität spielte auch bei einigen Rennen davor eine Rolle, aber Siege wie jene in Indianapolis, Misano und Aragon haben meine Moral gehoben und mich daran erinnert, dass ich in dieser Klasse die Spitze bilden kann."


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