Moto2 - Vinales gewinnt sensationell in Austin

Sieg im zweiten Moto2-Rennen

Maverick Vinales holte sich in der Moto2-Klasse den Sieg im Grand Prix von Texas und gewann somit sein erst zweites Moto2-Rennen.
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Motorsport-Magazin.com - Um 12 Uhr und 20 Minuten Ortszeit in Texas hätte das Moto2-Rennen zum Grand Prix von Texas beginnen sollen. Die Fahrer standen schon zur Aufwärmrunde bereit, doch der Start wurde in allerletzter Sekunde noch verschoben. Auf der bisher trockenen Strecke waren erste Regentropfen zu erkennen, weshalb die Rennleitung beschloss die Wetterentwicklung erst einmal abzuwarten.

Mit acht Minuten Verspätung ging das Rennen schließlich bei trockenen Bedingungen sogar etwas Sonnenschein und 28 Grad Streckentemperatur doch los. Den mit Abstand besten Start erwischte Julian Simon, der sich von Startplatz fünf aus in Führung schob. Auch Dominique Aegerter kam aus Position drei auf Rang zwei nach vorne, hinter ihm ordnete sich Polesitter Esteve Rabat ein.

Vor einem Jahr war Vinales in Austin noch in der Moto3 am Start - Foto: Milagro

Über die Führung durfte sich Simon jedoch nur gut eineinhalb Runden freuen. Im zweiten Umlauf versuchte Johann Zarco am Ende der Gegengeraden an ihm vorbeizugehen, bremste aber viel zu spät und beförderte sowohl sich als auch seinen Konkurrenten aus dem Rennen. In der ersten Kurve des Grand Prix gab es bereits eine Massenkollision zwischen den Rookies Sam Lowes, Luis Salom und Josh Herrin, Vorjahressieger Nico Terol und Axel Pons.

Nach der Kollision zwischen Zarco und Simon lag nun Aegerter vor Xavier Simeon in Führung, dahinter lag Rookie und Moto3-Weltmeister Maverick Vinales, der zu diesem Zeitpunkt der schnellste Mann im gesamten Feld war. In der vierten Runde übernahm Simeon die Führung in der vier Mann starken Spitzengruppe mit Aegerter, Vinales und Mika Kallio. Pole-Mann Esteve Rabat duellierte sich etwas dahinter mit Simone Corsi.

Rabat bläst zum Angriff

Rabat konnte sich in der Folge etwas von seinem italienischen Widersacher absetzen und näherte sich der Führungsgruppe. Neun Runden vor Ende hatte er seinen Teamkollegen Mika Kallio eingeholt, allerdings nur weil dieser aufgrund eines Fehlers etwas den Anschluss an Simeon, Aegerter und Vinales verloren hatte.

Zwei Umläufe später verspielte Simeon die Chance auf seinen ersten Sieg. Er verbremste sich in der ersten Kurve völlig, musste von der Strecke und rutschte auf die fünfte Position zurück. An der Spitze lag nun Aegerter vor Vinales in Führung, während sich dahinter Esteve Rabat an seinem Teamkollegen Mika Kallio vorbeigedrückt hatte.

Bereits in der nächsten Runde ging Vinales ohne große Gegenwehr von Aegerter am Schweizer vorbei und lag nun in seinem erst zweiten Moto2-Rennen in Führung. Innerhalb kürzester Zeit konnte der Rookie auf Aegerter über eine Sekunde Vorsprung herausfahren, der nun auch unter Beschuss von Rabat geriet. Fünf Runden vor Schluss musste Aegerter schließlich auch den Auftaktsieger ziehen lassen.

Vinales lässt der Konkurrenz keine Chance

Vinales diktierte an der Spitze mit neuen Rundenrekorden am laufenden Band eindrucksvoll das Tempo und fuhr ein Rennen, wie man es von einem Routinier in dieser Klasse, aber nicht von einem Neueinsteiger erwarten würde. Bald hatte er seinen Vorsprung gegenüber Rabat auf mehr als zwei Sekunden ausgebaut und fuhr den Sieg souverän nach Hause.

Dahinter fuhr Rabat einen ungefährdeten zweiten Platz ein und Dominique Aegerter durfte sich als Dritter über seine erste Podiumsplatzierung in dieser Saison freuen. Xavier Simeon hätte trotz seines Ausrutschers noch vor Mika Kallio ins Ziel kommen und Vierter werden können, doch er stürzte in der letzten Runde und Kallio erbte Platz vier. Simone Corsi belegte Rang fünf vor Tom Lüthi und Anthony West. Alex de Angelis wurde Achter. Marcel Schrötter schaffte als Neunter den Sprung in die Top-Ten. Ricardo Cardus belegte Platz zehn vor Takaaki Nakagami, für den es in Austin nicht nach Wunsch lief. Mattia Pasini wurde Zwölfter. Randy Krummenacher und Sandro Cortese holten sich mit den Positionen 13 und 14 ebenfalls Zähler für die Weltmeisterschaft. Hafiz Syahrin holte den letzten Punkt.

Robin Mulhauser wurde 24. Jonas Folger konnte aus seinem starken siebenten Startplatz keinerlei Kapital schlagen. Zunächst erwischte er einen schwachen Start und fiel auf Rang zwölf zurück. In der fünften Runde war das Rennen für ihn nach einem Sturz endgültig gelaufen.


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