Moto2 - Folger am Limit

Starke Eingewöhnung in der neuen Klasse

Jonas Folger glänzt auch beim zweiten offiziellen Test in Jerez mit einer fehlerfreien Performance und konkurrenzfähigen Rundenzeiten.

Motorsport-Magazin.com - Die zweiten offiziellen Moto2-Testfahrten der neuen Saison wurden vom vergangenen Dienstag bis Donnertag bei besten Bedingungen abgehalten. Lediglich eine Nebelfront sorgte am letzten Tag für eine Verzögerung, da die Piste erst kurz vor Mittag freigegeben werden konnte. Am Ende strahlte Rookie Jonas Folger mit dem herrlichen Sonnenschein der vorangegangenen Tage um die Wette. Der 19-jährige Oberbayer zeigte nämlich über die Dauer der drei Tage erstaunliche Leistungen. Ohne den geringsten Fehler legte er abermals eine Marathondistanz von etwa 200 Runden zurück. Am meisten beeindruckte er allerdings mit konstant konkurrenzfähigen Rundenzeiten. Damit bestätigte Folger erneut, dass ihm der Wechsel in die wohl am härtesten umkämpfte Meisterschaft bereits gut gelungen ist. Folger beendete den ersten von zwei Jerez-Tests mit weniger als neun Zehntelsekunden Rückstand auf die Bestzeit des routinierten Finnen Mika Kallio.

Mit den Ergebnissen dieses Tests bin ich natürlich hoch zufrieden
Jonas Folger

"Mit den Ergebnissen dieses Tests bin ich natürlich hoch zufrieden. Die vergangenen drei Tage verliefen noch erfolgreicher als die ersten Testfahrten vor einer Woche in Valencia. Das Team erledigt einen großartigen Job, wir sind bereits super aufeinander eingespielt und ich gewinne mit jeder gefahrenen Runde mehr Fahrspaß mit der Moto2. Sogar am dritten und letzten Tag gelang mir eine weitere deutliche Steigerung, obwohl der Donnerstag wegen des hartnäckigen Nebels am Morgen zunächst weniger freundlich begann und außerdem aufgrund von Kupplungsproblemen viel Trainingszeit verloren ging. Das waren übrigens die einzigen Probleme im Verlauf dieses Tests. Nachdem aber diese behoben waren, konnte ich noch viele wertvolle Runden fahren und dabei meine Rundenzeiten weiter verbessern; noch dazu mit gebrauchten Reifen", schilderte er.

"Leider ist es mir nicht mehr gelungen unter 1:43 zu bleiben. Nach sechs anstrengenden Test-Tagen mit insgesamt ca. 400 Runden innerhalb einer Woche war ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas müde und ich wollte auch keinen dummen Fehler mehr riskieren. Trotzdem denke ich, dass eine 43.0 eine starke Marke für einen Rookie hier in Jerez ist. Physisch bin ich längst für die Moto2 gut vorbereitet. Über längere Distanzen habe ich absolut keine Probleme, was die Ausdauer betrifft. Es fehlt nur noch etwas mehr Kraft und vielleicht sitze ich im Moment noch etwas zu verkrampft auf dem Motorrad. In erster Linie bereiten mir die schnellen Richtungswechsel noch Schwierigkeiten, nämlich das Motorrad von einer Kurve in die nächste umzulegen. Im Verlauf dieser Tage war ich meistens mit einem gebrauchten Satz Reifen draußen, um diese besser zu verstehen lernen und mehr Gefühl beim Sliden und Driften dafür zu bekommen."

Das Ziel war, am Limit zu begreifen, was zu machen ist, wenn das Motorrad droht wegzurutschen. Folger ergänzte: "Dabei habe ich viele wertvolle Erkenntnisse gesammelt. Nach wie vor befinde ich in vielen Dingen in einer Lernphase. Das trifft auch auf die Umstellung des Fahrstils zu. Aber alles zusammen wird mit jedem Tag Arbeit auf dem Motorrad besser. Von dem her freue ich mich schon jetzt auf den letzten Test in zweieinhalb Wochen hier in Jerez. In der Pause bis dahin werde ich einen bis zwei Tage zusammen mit dem Team und meinem Teamkollegen Axel Pons auf einer Rennstrecke mit einer 600er Supersport trainieren. Darüber hinaus wird mein normaler Trainingsplan bestimmt nicht vernachlässigt, selbst wenn ich für einige Tage nach Deutschland gehen werde, um dort noch vor dem WM-Auftakt ein paar Erledigungen zu machen."


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