Moto2 - Die Tops & Flops 2013

Redding gegen Espargaro, Pons gegen den Rest

Die Moto2-Saison 2013 hatte es in sich. Scott Redding und Pol Espargaro sorgten für eine unerwartete Wendung und ein frühes Ende im Titelkampf.
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Motorsport-Magazin.com - Seit der Einführung der Moto2-Klasse mangelt es in der mittleren Kategorie weder an Action, noch an Höhepunkten oder Dramatik. In dieser Saison sorgten sechs verschiedene Rennsieger und unter ihnen besonders Scott Redding und Pol Espargaro für die größte Spannung. Obwohl es nach den ersten Rennen ganz danach aussah, als würde der Brite deutlich die Nase vorn haben, war sich Espargaro auch nach Saisonhalbzeit mit 50 Punkten Rückstand noch sicher, dass der Titel nicht verloren ist. Der Spanier sollte Recht behalten.

Scott Redding musste auf den letzten Metern kapitulieren - Foto: Marc VDS Racing

Mit seinem Sturz in der Qualifikation zum Australien Grand Prix musste Redding all seine Titelhoffnungen - trotz schneller OP und starkem Kampf - frühzeitig begraben. Espargaro profitierte, drückte als fairer Sportler aber sein Mitleid für den Konkurrenten aus und erklärte, dass er Redding lieber auf der Strecke geschlagen hätte. Der erhoffte Kampf bis zum Finale blieb aus. Redding musste die bittere Pille schlucken, Espargaro komplettierte die spanische Weltmeisterliste.

Best of the Rest

Obwohl Redding und Espargaro das Geschehen deutlich dominierten, traten 2013 aber auch andere Piloten hin und wieder in den Vordergrund. Esteve Rabat hatte mit drei Siegen und konstanten Ergebnissen als Letzter noch die Chance, in den Titelkampf einzugreifen. Auch beide Aspar Piloten beeindruckten. Jordi Torres feierte einen ersten Sieg und zwei weitere Podestplätze. Nico Terol gewann wie Rabat ganze drei Rennen, landete am Saisonende aber nur auf Rang sieben der Gesamtwertung. Dem 25-Jährigen fehlte die nötige Konstanz.

Mika Kallio verbuchte den Sieg beim tschechischen Grand Prix für sich, was dem sonst eher kühlen Finnen nicht nur ein Lächeln aufs Gesicht zauberte, sondern ihm wahrscheinlich auch den Marc VDS Platz für 2014 sicherte. Kallio landete auf Rang vier der Gesamtwertung und kam damit vor dem besten Schweizer, Dominique Aegerter, an, der zwar nur ein Mal auf dem Podest landete, seinem Landsmann Tom Lüthi aber mit konstanten Top-5-Ergebnissen den Rang ablief. Nach seiner Verletzung noch vor Saisonbeginn konnte Lüthi zumindest wieder auf Position sechs nach vorne fahren.

Rafid Topan Sucipto toppte die Sturzliste mit 26 Abflügen - Foto: Milagro

Best of the Rest im Moto2-Feld war Gino Rea. Seine vier Punkte mögen bei einer Saisonbilanz zwar nicht herausstechen, dabei ist aber zu bedenken, dass der Brite nur bei elf Rennen an den Start ging und das auch noch mit unterlegenem Material und teils mit seinem eigenen Team. Rea übernahm die Rolle des Teammanagers und Dateningenieurs gleichzeitig und fuhr ganz nebenbei auch noch Trainings, Qualifikationen und Rennen.

Abräumer und Sturzkönige

Während sich die einen extrem viel Mühe gaben, ein Motorrad zusammen zu bekommen, zerlegten es andere schon wieder. Axel Pons verursachte einen Sturz nach dem anderen und riss wie in Malaysia zudem noch andere Fahrer mit hinab. Eine Strafe bekam er nicht. Rein zufällig fährt Pons auch 2014 noch weiter, obwohl er in seinen bisher sechs WM-Jahren noch nie über Gesamtrang 24 hinauskam. Was ein berühmter Vater so alles ausrichten kann.

Nichtsdestotrotz führte Pons 2013 noch nicht einmal die Sturzstatistiken an. Denn trotz seiner 17 Crashs steht er noch weit hinter Rafid Topan Sucipto, der ganze 26 Abflüge verbuchte. Abgesehen vom schwierig zu schreibenden Namen des QMMF Piloten zählte auch er zu den Flops der Saison und räumte hin und wieder einen Mitstreiter von der Strecke. Allerdings fuhr Sucipto seine erste volle WM-Saison und darf seine Eskapaden somit noch als Anfängerfehler verbuchen.

Auf der Liste der Pechvögel 2013 steht definitiv Takaaki Nakagami ganz weit oben. Der Japaner war oft Trainingsschnellster, stand drei Mal auf der Pole und fünf Mal auf dem Treppchen. Dabei wurde er sogar vier Mal Zweiter. Zum Sieg sollte es allerdings nie reichen. Mit 148 Punkten kam Nakagami zudem nicht über Gesamtrang acht hinaus. Nachdem Redding und Espargaro für 2014 in die MotoGP aufsteigen, sollte er für die nächste Saison dafür aber fest zu den Titelkandidaten zählen.


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