Moto2 - Lüthi hatte sich in Misano mehr erhofft

P4 macht Lüthi nicht glücklich

Tom Lüthi ließ in Misano zwar WM-Leader Scott Redding stehen, war mit dem Resultat aber nicht zufrieden und klärt über die Gründe auf.
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Motorsport-Magazin.com - Tom Lüthi zündete beim Grand Prix von San Marino in Misano ein fantastisches Schlussfeuerwerk. Acht Runden vor Schluss an siebter Stelle, überholte der 27-jährige Schweizer erst WM-Leader Scott Redding und übernahm Platz sechs. Fünf Runden vor dem Abwinken fuhr er dann an dem Franzosen Johann Zarco und dem eigenen Landsmann Dominique Aegerter vorbei auf den vierten Platz, den er bis zum Zielstrich gekonnt verteidigte.

Die Freude über den Erfolg war allerdings auch mit einem kleinen Wermutstropfen der Enttäuschung vermischt, denn die drei Kalex-Piloten an der Spitze des Rennens blieben für Lüthi an diesem Tag unerreichbar. Während er über die Trainingstage hinweg voll konkurrenzfähig gewesen war, kämpfte Lüthi vor allem in der Anfangsphase des Rennens, mit vollem Benzintank, mit dem Fahrverhalten seiner Suter MMX2. In der zweiten Rennhälfte konnte er zwar wieder beherzter angreifen, doch Pol Espargaró, Takaaki Nakagami und Esteve Rabat hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits vorne abgesetzt.

Tom Lüthi: "Um ganz ehrlich zu sein: Ich habe mir mehr erhofft als den vierten Platz. Ich dachte wirklich, dass ich heute ganz vorne mitfahren kann. Doch es war ein sehr schwieriges Rennen, in dem wir von den Kalex-Jungs eine verpasst bekamen. Die sind uns klar und deutlich davongefahren. Ich war chancenlos. Am Anfang hatte ich Probleme mit vollem Benzintank, ich hatte viel Last auf dem Vorderrad und war zwei, dreimal wirklich am Limit, kurz vor dem Runterfallen. Dann habe ich zwar irgendwo den Rhythmus gefunden, aber dieser Rhythmus war einfach um eine halbe Sekunde zu langsam. Der Hinterreifen hat sich auch früher verabschiedet, als ich gehofft hatte. Ich konnte dann mit Kampf und Beißen noch überholen. Das war ein harter Fight, und natürlich bin froh, dass ich vor diesen drei Jungs auf dem vierten Platz ins Ziel gekommen bin. Trotzdem müssen wir jetzt ins Detail gehen und genau analysieren, ob es die Asphaltt emperatu r war, die uns heute einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Denn nach dem Training habe ich mich besser gefühlt!"


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