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Moto2 - Interview - Marcel Schrötter

Leichte Beute durch Arm-Pump

Marcel Schrötter erklärte Motorsport-Magazin.com, was ihn im Rennen von Misano aufhielt und was er dagegen machen will.
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Motorsport-Magazin.com - Der 14. Platz war sicherlich nicht ganz das, was du dir erhofft hast…
Marcel Schrötter: Nein. Wichtig war schon, dass wir endlich wieder Punkte geholt haben, denn wir haben eine schwierige Zeit hinter uns. Eigentlich war das Wochenende super, dadurch ist der 14. Platz schon enttäuschen. Heute wär viel mehr drin gewesen. Ich hatte wieder Schmerzen im rechten Unterarm und habe schon nach fünf bis sechs Runden sehr viel Kraft verloren, wenig Gefühl auf der Bremse und kaum Kraft, das Motorrad schnell hin und her zu bewegen. Ich musste viel mit mir selbst kämpfen, habe dadurch viele Fehler gemacht und war leichte Beute für die anderen.

Ich konnte kaum dagegenhalten, geschweige denn angreifen
Marcel Schrötter

Ich konnte kaum dagegenhalten, geschweige denn angreifen, weil ich einfach versucht habe, meine Kraft irgendwie zu sparen und gehofft habe, dass es während dem Rennen wieder besser wird. Runde für Runde wurde es aber schlimmer. Ich war enttäuscht, denn trotz allem waren wir im Rennen immer wieder dran und die Zeitenunterschiede waren minimal. Wenn ich ohne das Problem mit dem Arm allein zwei, drei Zehntel pro Runde schneller gefahren wäre, hätte das einen riesen Unterschied gemacht. Es tut mir leid für mein Team. Wir hatten heute wirklich die Chance, einen Top-10-Platz einzufahren. Meine Pace war gut. Jetzt müssen wir schauen, dass wir alles etwas besser hinbekommen.

Was genau ist das für ein Problem? Armpump?
Marcel Schrötter: Ja genau. Nach wenigen Runden wird mein rechter Arm einfach sehr, sehr hart und schmerzt teilweise. Ich habe dann einfach keine Kraft mehr und kann das Handgelenk nur sehr schwer bewegen. Das behindert einen sehr. Viele lassen sich zwar operieren, ich bin davon aber nicht so begeistert. Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten. Bis jetzt haben wir das aber nie wirklich in den Griff bekommen, also werde ich schauen, dass ich vor Aragon vielleicht noch etwas machen kann. Ich hatte das auch schon in Assen sehr schlimm, in Indianapolis war es auch ein wenig. Ich habe es auf anderen Strecken schon bemerkt, aber ganz so schlimm wie hier war es noch nie.

Was ist dein Ziel für das nächste Rennen in Aragon?
Marcel Schrötter: Ich will einfach wieder Spaß haben und hoffe, dass wir wieder ein gutes Wochenende haben. Dann schauen wir mal, was dabei herauskommt.


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