Moto2 - Australien: Espargaro siegt, Marquez holt Titel

Doppelte Feier für Spanien

Mit Pol Espargaros Sieg und Marc Marquez' WM-Titel konnte Spanien nach dem Moto2-Rennen auf Phillip Island doppelt feiern. Anthony West überraschte als Zweiter.
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Motorsport-Magazin.com - Spanien hatte nach dem Moto2-Rennen auf Phillip Island doppelten Grund zum Feiern. So hatte Pol Espargaro den 25 Runden seinen Stempel aufgedrückt und seinen Konkurrenten keine Chance gelassen, während Marc Marquez mit Scott Redding und Anthony West um Platz zwei kämpfte und ohne großes Risiko den WM-Titel nach Hause fuhr. Der Spanier riskierte nur in der Zielkurve ein wenig, um sich hinter Überraschungsmann West Platz drei zu sichern; Redding wurde Vierter.

Espargaro unschlagbar

Gegen Espargaro hätte Marquez aber wohl auch ohne den Blick auf den Titel nichts ausrichten können. Zwar verlor der spätere Rennsieger den Start noch, als er sich eingangs Runde drei aber an die Spitze setzte, ging sofort eine Lücke auf und Espargaro musste sich danach nicht mehr umdrehen. Er fuhr seine aus den Trainings bekannt starke Pace, verbesserte den Rundenrekord und kurvte in aller Ruhe zum Sieg. Dahinter waren Redding und Marquez schnell genug, um sich von einer größeren Gruppe abzusetzen und in Richtung der letzten beiden Podestplätze zu fahren.

Ein wenig mehr Druck bekam das Duo anfangs der zweiten Rennhälfte, als Lokalmatador Anthony West sich anschickte, zu ihnen aufzuschließen, was das zahlreich erschienene Publikum mit jeder Menge Applaus bedachte. Vier Runden vor Schluss hatte der Australier dann den Anschluss endgültig hergestellt und es war ein Dreikampf um die letzten beiden Podestplätze. In Marquez hatte West auch einen guten Helfer, denn der Spanier schien keinerlei Risiko eingehen zu wollen und ließ den Lokalmatador Anfang der 23. Runde durch.

West schlägt in letzter Runde zu

Mit Platz drei hatte West aber noch nicht genug, sondern er wollte auch noch Redding angreifen, der Brite schmiss aber wieder und wieder die Tür zu. In der letzten Runde schaffte es der Australier aber doch noch durch und fuhr unter dem Jubel der Fans noch zu Platz zwei, während Marquez in der letzten Kurve doch voll auf Angriff setzte und sich als Dritter mit einem Podestplatz den Titel sicherte. Hinter Redding konnte sich Dominique Aegerter in einer Gruppe von sechs Fahrern durchsetzen und Fünfter werden. Johann Zarco, Simone Corsi, Esteve Rabat, Randy Krummenacher und Takaaki Nakagami waren ihm unterlegen.

Lüthi stürzt

Noch in den Punkten fanden sich Jordi Torres, Bradley Smith, Toni Elias, Xavier Simeon und Kiefer Racing Pilot Mike di Meglio. Marcel Schrötter kam als 20. ins Ziel, Marco Colandrea war 25. Kein Glück hatte Thomas Lüthi, der in Runde 16 zu Sturz kam und das Rennen später an der Box aufgeben musste. Auch Andrea Iannone musste an der Box abstellen, während Mika Kallio im Kampf um Platz sechs nach einer Kollision im Kies landete.


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