Mehr Sportwagen - Interview - Dominik Baumann auch 2017 bei HTP Motorsport

Mission Titelverteidigung in der Blancpain GT Series

Dominik Baumann start 2017 erneut für HTP Motorsport in der Blancpain GT Series und der VLN. Der Schwede Jimmy Eriksson wird sein neuer Teamkollege.

Motorsport-Magazin.com - Zwei Siege, zwei Podestplätze, eine Pole Position und insgesamt 134 Punkte in zehn Rennen: Dominik Baumann krönte sich 2016 gemeinsam mit seinem AMG-Team HTP Motorsport-Teamkollegen Maximilian Buhk zum Meister in der Gesamtwertung der Blancpain GT Series. Nach dem Motto "never change a winning team" setzt die Mannschaft auch in diesem Jahr auf den Speed, die Konstanz und die Erfahrung des Österreichers. Zum Saisonstart in Misano (01. bis 02. April) wird sich der 24-Jährige das Cockpit mit einem neuen Gesicht im GT-Sport teilen. Jimmy Eriksson ist Baumanns neuer Teamkollege im Blancpain Sprint Cup.

Der Schwede ist im Motorsport kein unbeschriebenes Blatt. Eriksson fuhr 2016 in der GP2, dem Unterhaus der Formel 1. In den beiden Jahren davor landete er in der GP3 jeweils in den Top-5. Wie schon im Vorjahr wird Baumann auch 2017 zusätzlich im Blancpain Endurance Cup an den Start gehen, wo er den Titel in der vergangenen Saison um einen Punkt denkbar knapp verpasst hatte. Erneut auf dem Programm stehen das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und einige ausgewählte Einsätze in der VLN Langstreckenmeisterschaft.

Ich bin sehr glücklich darüber, erneut mit HTP Motorsport an den Start zu gehen.
Dominik Baumann

Dominik, du hast mit dem AMG-Team HTP Motorsport 2016 die Fahrer- und Teammeisterschaft in der Gesamtwertung der Blancpain GT Series gewonnen. Lässt sich das dieses Jahr noch toppen?
Dominik Baumann: Wir sind 2016 nur um einen Punkt am Titelgewinn des Blancpain Endurance Cup vorbeigeschrammt und waren auch im Sprint Cup gut bei der Musik. Die drei Titel in der Fahrer- und Teamwertung wären für 2017 natürlich die ideale Ausbeute. Ich bin sehr glücklich darüber, erneut mit HTP Motorsport an den Start zu gehen. Wir sind bestens aufgestellt und fast schon wie eine zweite Familie. Mit einem GT-Rookie an meiner Seite ist es natürlich schwer zu sagen, ob wir ganze vorne mitmischen werden. Aber Jimmy Eriksson weiß, wie man Rennen gewinnt. Das hat er schon in seiner Zeit im Formelsport mehrfach bewiesen.

Mit Eriksson hast du erstmals einen Rookie an deiner Seite. Was ist das für ein Gefühl, Teamleader zu sein?
Es ist aufregend, weil es für mich eine völlig neue Herausforderung darstellt. In der Konstellation werde ich derjenige sein, der Jimmy einlernen muss. Maximilian Buhk und ich waren ein eingeschworenes Team. Jetzt freue ich mich auf die künftige Konstellation. Ein neuer Teamkollege bringt immer eine Menge positiver Impulse ins Team. Jimmy weiß, worum es geht und will Siege einfahren. Und der Weg dorthin ist im GT-Sport zwar etwas anders, aber das Ziel bleibt dasselbe. Meine ersten Eindrücke von ihm sind durchweg positiv. Wir verstehen uns auf persönlicher Ebene sehr gut und er hat bei den Testfahrten in Misano und Le Castellet eine gute Figur abgegeben.

Wieso wirst du nicht gemeinsam mit Maximilian Buhk euren Titel verteidigen?
Es ist im Interesse des Teams und von uns Fahrern, Rennen zu gewinnen. Maximilian und ich sind die amtierenden Meister und fahren beide auf gleichhohem Niveau. Daher macht es Sinn, uns beide auf zwei Autos aufzuteilen. Die Chance, mit beiden Mercedes-AMG GT3 ganz vorne mitzufahren, ist dadurch größer.

Dominik Baumann gewann 2016 zusammen mit Maximilian Buhk den Blancpain Sprint Cup - Foto: Günter Kortmann

Was sind deine Ziele für die kommende Saison?
Durch die neue Fahrerpaarung ist eine Prognose nur schwer möglich. Klar ist, dass wir immer das Maximum herausholen wollen. Das Team hat die nötige Manpower und das Material dazu. Wie Jimmy und ich uns letztlich im Blancpain Sprint Cup schlagen werden, wird sich noch zeigen. Ich persönlich gehe mit der Vorgabe in die neue Saison, gutes Racing zu zeigen und das Bestmögliche aus unserem Mercedes-AMG GT3 herauszuholen. Was dann am Ende dabei herauskommt? Wir werden sehen.

Du hattest vergangenen Samstag bereits deinen Saisoneinstand. Das erste VLN-Rennen ging über die Bühne. Wie lief es?
Wir haben den VLN-Saisonauftakt primär dazu genutzt, das neue Aerodynamik-Reglement in der Praxis zu testen. Die Heckflügel-Position, die Fahrzeughöhe und die Reifen haben sich geändert. Um perfekt für das 24h-Rennen auf dem Nürburgring vorbereitet zu sein, bieten sich die VLN-Läufe auf der Nordschleife an. Wir sind am Samstag als bestes Mercedes-AMG GT3-Team von Startplatz elf ins Rennen gegangen. Leider kam es bei einer Überrundung zu einer Berührung, die unser Rennen bereits nach fünf Runden beendete. Wichtig war jedoch, dass wir über das Wochenende eine Menge wertvoller Daten gewonnen haben. Für das 24h-Rennen sehe ich uns jetzt schon gut gerüstet.


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