Mehr Sportwagen - Riesenaufgebot: Aston Martins Sportprogramm 2014

Sieben Boliden an der Sarthe

Klotzen, nicht kleckern: Aston Martin hat für die neue Saison beträchtlich investiert. Ein Werksauto in der Blancpain-Serie wird es aber nun doch nicht geben.
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Motorsport-Magazin.com - Aston Martin Racing fährt zum zehnjährigen Bestehen große Geschütze auf. Am Freitag verkündeten die Werkssportler von der Insel ihr Programm für die Saison 2014, wobei ebendieses umfangreicher ausfällt denn je. Von der Langstrecken-WM bis hin zur britischen GT-Meisterschaft: Die Engländer haben für sämtliche Championate aufgestockt. Einzig Pläne zu einem ganzjährigen Werksengagement in der Blancpain Endurance Series hat man verworfen respektive auf Gaststarts in Silverstone sowie beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps zusammengestaucht.

GT3-Sport

Der Schlager in den Ardennen ist allerdings nicht das einzige Rennen zweimal um die Uhr, welches die Mannen aus Banbury bestreiten möchten. Wie man schon im Laufe der Woche durchblicken lies, wird man auch am Nürburgring wieder angreifen. Diesbezüglich befinde man sich in Jahr drei eines fünfjährigen Plans, so die Briten in einer Presseaussendung. An dessen Ende soll selbstverständlich der Sieg bei dem prestigeträchtigen Wettbewerb in der Vulkaneifel stehen; das Team wird mit Darren Turner, Stefan Mücke und Pedro Lamy daher erneut seine mutmaßlich besten Fahrer in die Ring-Waagschale werfen.

"Wir erweitern unseren Fokus hinsichtlich unsrer GT3-Aktivitäten, da diese es uns ermöglichen, bei einigen der weltweit härtesten Langstreckenrennen um Gesamtsiege mitzufahren, beispielsweise bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring", erklärte David King, Oberhaupt der Motorsportableitung Aston Martins. Der zwölfzylindrige Vantage-Bolide im GT3-Format führte im Vorjahr am Ring für ganze 13 Stunden, holte zudem diverse Poles und gewann die Gesamtwertung der British GT Championship. Als Rückgrat der Agenda für 2014 markierten die Verantwortlichen aber dennoch die WEC-Kampagne.

Langstrecken-Weltmeisterschaft

Im Kampf um die globale Sportwagenkrone kooptiert Aston Martin Racing fortan mit dem aus der Tourenwagen-WM bekannten Rennstall Bamboo Engineering. Die Truppe um Richard Coleman wird für eines von insgesamt vier Vantage-V8-Coupés verantwortlich zeichnen. Mittun darf man in der GTE-Pro-Klasse; als Piloten sind Ex-Larbre-Schützling Fernando Rees sowie die beiden WTCC-Spezis Alex MacDowall und Darryl O'Young benannt worden. Erwartungsgemäß werden den zweiten Wagen im Profisegment Turner und Mücke besetzen. Schon in der abgelaufenen Saison spannten die beiden zusammen.

Derweil wird der GTE-Am-Bolide um den im vergangenen Jahr tödlich verunfallten Dänen Allan Simonsen weiter von dessen Landsmänner Kristian Poulsen und Christoffer Nygaard gesteuert werden. Letztgenannter muss sein Cockpit jedoch sowohl beim Saisonaufgalopp in Silverstone als auch an der Sarthe an Nicki Thiim abtreten. Zwar hatte der schnelle Blonde 2013 eindrucksvolle Rennen abgeliefert, aufgrund anderer Termine wird er aber lediglich bei den Läufen in England und Frankreich antreten können. Dritter Mann auf der Startnummer 95 wird sein David Heinemeier Hansson, ein Neuzugang aus der LMP2.

24 Stunden von Le Mans

Die Besatzung für das zweite Auto in der GTE-Amateurwertung werden die Verantwortlichen zu einem späteren Zeitpunkt fixieren. Sicher ist bislang nur, dass der Kanadier Paul Dalla Lana einer der Kutscher sein wird. Ebenfalls noch nicht festgezurrt sind die Platzverteilungen für den Klassiker in Le Mans. Summa summarum werden bei der mittlerweile 82. ACO-Ausgabe sieben Fahrzeuge der Traditionsmarke an den Start gehen, genauer gesagt die vier WM-Nennungen plus zwei zusätzliche Werksmobile sowie die Einschreibung der Hongkong-Equipe Craft, den Gewinnern der asiatischen Le-Mans-Serie.

Bei den 24 Stunden wird auch Bruno Senna wieder ins Aston-Volant greifen; auf weitere Einsätze konnte man sich mit dem Brasilianer aber wohl nicht verständigen. Teamchef John Gaw hielt gegenüber der Presse fest: "Dieses Jahr geht einher mit dem zehnten Jubiläum von Aston Martin, und wir können eine Dekade modernen Sportwagen-Rennsport mit unserer bislang größten Kampagne zelebrieren." Erst vor wenigen Tagen kehrte die Werksabordnung von einer groß angelegten Testfahrt aus Portugal zurück. An der Algarve bereiteten sich Betreuer und Kunden ausführlich auf die neue Saison vor.

Aston Martin: Vorschau auf die Saison 2014: (2:27 Min.)

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