Mehr Sportwagen - Daytona: Nur Platz 5 für Porsche

Verrechnet

Porsche hatte sich für die 24 Stunden von Daytona einiges vorgenommen, doch am Ende ging der Spritpoker nicht auf. Nur Platz 5 für die Truppe um Richard Lietz.

Motorsport-Magazin.com - Das Finale des 24-Stunden-Rennens in Daytona war in der hart umkämpften GT-Klasse ein spannender Spritpoker. In den letzten Runden setzten die Strategen der Teams alles auf eine Karte, verzichteten auf einen zusätzlichen zeitraubenden Tankstopp, um beim prestigeträchtigen Sportwagenklassiker in Florida ihre Siegchance zu wahren. Für Porsche-Werksfahrer Richard Lietz ging diese Rechnung nicht auf: Der Vorjahressieger aus Österreich, der mit dem Porsche 911 GT3 Cup über weite Strecken in Führung lag und in den letzten Runden auf Podiumskurs fuhr, musste Benzin sparen und konnte das Potenzial seines Autos dadurch nicht mehr voll ausreizen. Zusammen mit seinen Magnus-Racing-Teamkollegen Nicolas Armindo, Andy Lally und John Potter wurde er schließlich Fünfter - vor seinem Werksfahrerkollegen Marco Holzer, der sich den Porsche 911 GT3 Cup von Alex Job Racing mit Jeroen Bleekemolen, Damien Faulkner und Cooper MacNeil teilte. Die sechs bestplatzierten der insgesamt 34 GT-Autos lagen im Ziel alle in einer Runde.

"Als Titelverteidiger haben wir uns natürlich etwas mehr ausgerechnet als den fünften Platz, trotzdem können wir mit unserer Performance zufrieden sein", sagte Richard Lietz. "Bis eine Viertelstunde vor Schluss lief alles nach Plan, leider ging unsere Strategie nicht ganz auf. Wir hatten jedoch keine Wahl. Wir haben alles gegeben, doch es hat nicht ganz gereicht." Sein Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 44 brachte es auf insgesamt 43 Führungsrunden - weit mehr als jeder seiner Konkurrenten. Marco Holzer sagte: "Für uns war das ein sehr hartes Rennen. Wir sind trotz einiger Probleme ganz gut durchgekommen, mussten in den letzten Runden allerdings Gas wegnehmen, um Sprit zu sparen. Wir haben gepokert und wollten zum Schluss nicht mehr tanken. Leider ist dieser Plan nicht ganz aufgegangen."

Porsche bei den 24h von Daytona: (3:00 Min.)

"Das war sicherlich eines der spannendsten 24-Stunden-Rennen", sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. "Unsere Kundenteams konnten bis zum Schluss um den Sieg mitkämpfen. Im vergangenen Jahr haben sie mit einem Dreifachsieg triumphiert, diesmal standen andere auf dem Podium." Der erste Spitzenreiter auf dem Daytona International Speedway war Nick Tandy. Bei seinem Premierenrennen als Porsche-Werksfahrer setzte sich der Brite vom Team Konrad Motorsport/Orbit von der Pole-Position an die Spitze des Feldes. Sein Traumstart war allerdings kein gutes Omen: Nach rund acht Stunden und zahlreichen Zwischenfällen auf der Strecke musste er seinen Porsche 911 GT3 Cup wegen eines Aufhängungsdefekts abstellen.

Eine bittere Erfahrung auch für seinen Teamkollegen Michael Christensen, den Porsche-Junior aus Dänemark in seinem ersten 24-Stunden-Rennen. Ein Erfolgserlebnis hatte dagegen der zweite Porsche-Junior in Daytona: Der Österreicher Klaus Bachler, der zusammen mit Michael Christensen in dieser Saison im Porsche Mobil 1 Supercup am Start ist, kam im Porsche 911 GT3 Cup von Snow Racing/Wright Motorsports nach einer sehr ansprechenden Leistung auf dem elften Platz ins Ziel. "Wir hatten in der Nacht einige Probleme, trotzdem lief es eigentlich ganz gut für uns", sagte er. "Das war mein erstes 24-Stunden-Rennen und ich habe sehr viel lernen können."


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