Mehr Sportwagen - GT Open: Manthey auf dem Podium in Monza

120 Prozent Einsatz

Bei den Läufen 13 und 14 in Monza überzeugten Porsche-Werksfahrer Marco Holzer und Nick Tandy einmal mehr im Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing.

Motorsport-Magazin.com - Der 70-minütige Samstagslauf auf der 5,793 km langen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza war ein echter Thriller - auch bedingt dadurch, dass die Strecke erst nass war, die Ideallinie dann nahezu abtrocknete und kurz vor Schluss wieder Regen einsetzte. Daher herrschte riesengroße Freude bei Manthey-Racing über den Podiumsplatz am Samstag. "Wir hatten im Qualifying beim Reifen-Poker verwachst", erklärte Olaf Manthey. "Ich dachte, es würde schneller abtrocknen und so haben wir auf Slicks vertraut." Daher startete Tandy nur als Elfter. Der amtierende Meister des Carrera Cup Deutschland eroberte in der Folge mit einer Fahrt auf Messers Schneide Rang fünf, rutschte dann aber in einen Dreher und reihte sich erst als 14. wieder ein. Bis zum obligatorischen Fahrerwechsel war Kämpfernatur Tandy wieder Zehnter.

Das war ein brutales Rennen - immer mit 120 Prozent Einsatz.
Marco Holzer

Mit Holzer am Steuer des gelb-grünen Manthey-Elfers ging es nicht weniger aufregend weiter. Der Deutsche fabrizierte fantastische Rundenzeiten und lag bereits in Schlagdistanz zum Ferrari der Hauptkonkurrenten um den Fahrertitel, als auch ihm bei einsetzendem Regen ein Ausrutscher passierte. Aber unverdrossen setzte Holzer anschließend die Jagd auf den dritten Podiumsplatz fort und wurde letztendlich für sein Engagement belohnt, da sich auch der Ferrari-Pilot in der letzten Runde drehte. "Das war ein brutales Rennen - immer mit 120 Prozent Einsatz", sagte Holzer erschöpft, aber strahlend. "Nick hat uns über Funk gesagt, dass wir für meinen Stint auf Slicks umrüsten sollen. Die Strecke war aber noch unheimlich feucht, es war ein echtes Pokerspiel. Dass das Podium rausgekommen ist, ist gut für die Fahrerwertung." Mit dem dritten Platz schoben sich Holzer und Tandy vorübergehend wieder an die Spitze der Gesamtwertung.

Beschädigung verhindert besseres Ergebnis

Es war unheimlich eng. Ich musste die Lenkung aufmachen, sonst wäre es zu einer Kollision gekommen.
Marco Holzer

Im Sonntagslauf, den Holzer als Zweiter in Angriff nahm, erhielten die Ambitionen bereits in der ersten Schikane einen Dämpfer. "Es war unheimlich eng. Ich musste die Lenkung aufmachen, sonst wäre es zu einer Kollision gekommen", sagte Holzer. "Dabei kam ich auf die Kerbs und habe den Frontsplitter beschädigt. Das hat die Aerodynamik und die Höchstgeschwindigkeit beeinträchtigt, was hier in Monza besonders ärgerlich ist." Mit diesem Handicap reichte es nur zum fünften Platz, wobei Bruni/Leo als schärfste Verfolger den zweiten Platz belegten und jetzt mit 7 Punkten Vorsprung die Meisterschaft anführen.

Das Saisonfinale der International GT Open 2012 findet mit den Läufen 15 und 16 am 2. bis 4. November in Barcelona/Spanien statt. "In allen relevanten Wertungen haben wir unverändert gute Chancen in Spanien unsere erste Saison in dieser Serie erfolgreich abzuschließen", stellte Teamchef Olaf Manthey vor der Abreise fest. "Ich blicke optimistisch Richtung Saisonfinale - und vielleicht ist ja auch Petrus dann auf unserer Seite."


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