Mehr Rallyes - Wiegand peilt in Griechenland Top-3-Ergebnis an

Brutaler Schotter

Voller Vorfreude und mit einem Erfolgserlebnis im Rücken startet Skoda beim dritten Saisonlauf der ERC in Griechenland.

Motorsport-Magazin.com - Sepp Wiegand und Frank Christian vom Team Skoda Auto Deutschland möchten mit einem guten Ergebnis an den fünften Platz bei der Rallye Lettland im Februar anknüpfen. Ihre finnischen Markenkollegen Esapekka Lappi/Janne Ferm reisen nach dem Sieg in Lettland ebenfalls bestens motiviert an.

Man muss sich als Fahrer von einem Tag auf den anderen auf einen komplett anderen Fahrstil einlassen.
Sepp Wiegand

"Ich stelle mich aufgrund der wechselnden Bedingungen - Asphalt in der Qualifikation und am gesamten Samstag, weitestgehend Schotter am Sonntag - auf eine sehr anspruchsvolle Rallye ein", sagt Wiegand. "Man muss sich als Fahrer von einem Tag auf den anderen auf einen komplett anderen Fahrstil einlassen. Ebenso ändert sich die Abstimmung des Autos radikal: Reifen, Federweg, Dämpfung und Bremsen - alles ist anders. Zudem soll der Schotter in Griechenland extrem brutal für Mensch und Maschine sein. Das wird für das gesamte Team alles andere als einfach. Mein Ziel ist es, ohne Probleme ins Ziel zu kommen und an meine guten Prüfungszeiten bei der Rallye Lettland anzuknüpfen. Ich will um ein Top-3-Ergebnis kämpfen."

Mit etwas Glück und Geschick können wir sicher wieder ein gutes Ergebnis einfahren.
Esapekka Lappi

Ebenfalls im Fabia Super 2000 beim Klassiker am Golf von Korinth am Start: die Skoda Werksfahrer Lappi und Ferm. Das finnische Duo reist nach seinem Sieg bei der Rallye Lettland punktgleich (je 39 Zähler) mit dem in der Meisterschaft führenden Robert Kubica zur legendären Akropolis-Rallye an. "Die 'Akropolis' ist eine weitere komplett neue Rallye für uns", sagt Lappi. "Wie fast immer in diesem Jahr wird es deshalb für uns in erster Linie darum gehen, Erfahrungen zu sammeln. Und mit etwas Glück und Geschick können wir sicher wieder ein gutes Ergebnis einfahren. Was diese Rallye besonders interessant macht, ist der Wechsel von Asphalt zu Schotter am zweiten Tag. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Vorstellung davon, wie die Asphalt-Straßen in Griechenland aussehen. Außerdem bin ich auf die Konkurrenzfähigkeit der R-5-Fahrzeuge unserer Wettbewerber gespannt."

Die Akropolis-Rallye, jahrzehntelang fester Bestandteil der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC), zählt in diesem Jahr erstmals zum Kalender der Rallye-EM. Mit diesem Wechsel der Meisterschaft geht auch eine Verlegung des Termins einher: Anstatt im Juni wird der Rallye-Klassiker in diesem Jahr zum ersten Mal im März ausgetragen. Zudem haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, nur drei der Schotter-Wertungsprüfungen aus dem vergangenen Jahr beizubehalten und stattdessen einen Renntag auf Asphalt ins Programm aufzunehmen.

Nach der Qualifikation am Freitag, einer 3,27 Kilometer langen Asphalt-Prüfung unweit des Rallye-Zentrums Loutraki, beginnt die Akropolis-Rallye am Samstag mit zweimal drei Wertungsprüfungen auf Asphalt über insgesamt 124,62 Kilometer. Am Sonntag stehen 114,22 Wertungskilometer auf dem Programm: Neben einer 1,18 Kilometer kurzen Zuschauerprüfung werden drei Prüfungen auf Schotter je zweimal durchfahren.

R5-Modell soll bis Mitte 2015 homologiert werden

In Mladá Boleslav schreitet die Arbeit am Fabia R 5, dem Nachfolger des Erfolgsmodells Fabia Super 2000, unterdessen weiter voran. Die Entwicklung des neuen Rennfahrzeugs, das auf dem künftigen Serienmodell des Fabia basiert und gemäß FIA-Reglement mit einem 1,6-Liter-Turbomotor ausgestattet ist, genießt für Skoda Motorsport in der Saison 2014 oberste Priorität. "Das ist unsere Motorsport-Zukunft. Der Eintritt in die R-5-Klasse ist für die Marke Skoda ein logischer Schritt", sagt Skoda Motorsport-Direktor Michal Hrabánek. "Zu diesem Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass das neue Fahrzeug bis Mitte 2015 homologiert sein wird."


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