IndyCar - Barrichello: Beim Indy-Debüt bester Rookie

Anders als alles was ich je gemacht habe

Rubens Barrichello war mit P11 in Indianapolis bester Rookie 2012. Für ihn ein Grund zur Freude: Auf die vielen Eindrücke aus dem Oval könne man gut aufbauen.
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Motorsport-Magazin.com - Es gibt im Formelauto wohl wenig erfahrenere Piloten als Rubens Barrichello. Dennoch war er in Indianapolis in der ungewohnten Position eines Rookies - und schlug sich dabei ausgesprochen gut. Mit Platz elf war er am Sonntag der bestplatzierte Neuling. Beim prestigeträchtigsten Ovalevent Amerikas eine ganz besondere Ehre, die überdies auch noch dementsprechend vergütet wurde: Mehr als 300.000 Dollar Preisgeld kassierte Barrichello von den Veranstaltern für seine Errungenschaft. Viel mehr freute ihn anschließend aber sein gutes Ergebnis und die gesammelte Erfahrung.

Es war meine erste Erfahrung im Oval und es war wirklich anders als alles, was ich bisher jemals gemacht habe.
Rubens Barrichello

"Es war meine erste Erfahrung im Oval und es war wirklich anders als alles, was ich bisher jemals gemacht habe", zeigte er sich nach dem Ausflug aufs Brickyard begeistert. Zwar sei es schade, dass es knapp nicht für die Top-10 gereicht habe. "Doch auf meine Leistung kann ich beim ersten Mal trotzdem stolz sein", fand der Rekordstarter der Formel 1. Dass er den Klassiker zu Mitte des Rennens durch Boxenstopps begünstigt sogar kurz angeführt hatte, interessierte ihn weniger als die Tatsache, dass er nun einen enormen Schub in seinem Lernprozess erwarte. Die extremen Rahmenbedingungen hätten ihm viel darüber verraten, wie man mit dem Auto umzugehen habe.

Neue Erfahrung hilft

"Es wird mir helfen, vom Auto besseres Feedback zu kriegen. Man fährt zwar mit ganz niedrigen Downforce-Einstellungen, aber dabei lernt man eine Menge", glaubte der Routinier. "Die Autos sind im Vergleich zur F1 so verschieden - deswegen bin ich auch in Sachen Leistung noch nicht ganz da. Aber ich schlage mich achtbar, wenngleich ich noch nicht bei einhundert Prozent bin", gab der Brasilianer zu. Besonders schwierig sei die Umstellung für ihn auf der Bremse, sei sein neues Arbeitsgefährt doch beinahe 200 Kilo schwerer. "Ich bin vom Fahrstil her eigentlich eher ein sanfter Fahrer - hier muss man aber kräftiger zupacken, weil das Lenkrad so schwer ist."

Ich liebe das hier einfach noch zu sehr. Ich mache das ehrlichgesagt, weil ich einfach dazu gemacht bin, das zu tun.
Rubens Barrichello

Schön sei sein Amerika-Abenteuer aber trotzdem. "Was auch immer ich in meinem Leben mache, ich habe Spaß dabei. Ich habe hier schon zu vielen Leuten gesagt, dass ich auch hätte aufhören können. Ich habe eine wundervolle Frau und tolle Kinder und ich hätte zu Hause in Brasilien bleiben können", so der 40-Jährige. "Aber ich liebe das hier einfach noch zu sehr. Ich mache das ehrlichgesagt, weil ich einfach dazu gemacht bin, das zu tun." Nun freue er sich auf den nächsten Renneinsatz in Detroit. Davor stehen in Milwaukee aber noch Testfahrten an. "Alles geht so schnell. Aber ich bin auch jemand, der schnell lernt und deshalb genieße ich meine Zeit hier", lächelte Barrichello.


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