IndyCar - Franchitti: Rückendeckung nach Sato-Duell

Dixon & Kanaan werfen Naivität vor

Takuma Sato setzte in Indianapolis am Ende alles auf eine Karte - und verlor. Nun muss sich der Japaner die Kritik seiner Kollegen gefallen lassen.
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Motorsport-Magazin.com - Fast zweieinhalb Millionen US-Dollar spülte Sieger Dario Franchitti der Triumph bei den Indy 500 in die Kassen. Umso verständlicher der Frust von Takuma Sato, der zu Beginn der letzten Runde bei seinem Versuch den Führenden zu attackieren abflog und sich anschließend beschwerte, Franchitti habe ihm nicht genug Platz gelassen. Nun erhält der Schotte Rückendeckung von seinen erfahrenen Kollegen Scott Dixon und Tony Kanaan, die am Sonntag direkt dahinter die besten Plätze für das Duell hatten und anschließend Zweiter und Dritter wurden. Für sie sei der Überholversuch auf der Innenseite zu gewagt gewesen - Sato werde sein Fehler wohl noch eine Zeit lang verfolgen.

So spielt man einen Dario Franchitti sicher nicht aus. Das hätte er besser wissen sollen.
Tony Kanaan

Dixon erklärte, dass Sato wohl besser beraten gewesen wäre, sich in Geduld zu üben und seine finale Attacke erst auf der Gegengeraden anzusetzen. "Es war zu mutig. Dario hat ihm Raum gelassen, aber er war einfach zu nah dran", meinte der Ganassi-Teamkollege Franchittis. "Ich denke, wenn er nicht ganz so sehr in die Lücke gestoßen und vielleicht noch ein bisschen weiter an Dario vorbeigezogen wäre, dann wäre es in Ordnung gewesen. Aber Dario hat einen großartigen Job gemacht, um es zu retten." Fast wäre der Schotte vom sich drehenden Sato mit ins Aus befördert worden. "Ich habe keine Ahnung, warum Sato nicht noch ein bisschen länger gewartet hat - ich weiß es wirklich nicht", schüttelte Dixon den Kopf. Dieser Meinung stimmte auch Tony Kanaan zu. Er warf dem Japaner Naivität vor. "So spielt man einen Dario Franchitti sicher nicht aus."

"Das hätte er besser wissen sollen", zollte der KV-Racing-Fahrer dem Sieger großen Respekt. In Bezug auf Sato meinte er: "Meiner Meinung nach war das ein Anfängerfehler - das wird ihn sicher eine Zeit lang verfolgen." In einer letzten Rennrunde sei der Druck aber natürlich besonders groß. "Er hat es versucht und es hätte für ihn ja auch klappen können - allerdings auch für Scott und mich", meinte Kanaan, gab aber auch zu: "Jetzt zu sagen, was ich anders gemacht hätte, ist natürlich leicht." Für Franchitti war es nach 2007 und 2010 bereits der dritte Indy-Erfolg - seinen Triumph widmete er anschließend dem vergangenen November in Las Vegas tödlich verunglückten Vorjahressieger Dan Wheldon.


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