Der neue IndyCar-Bolide DW12 lahmt bei den ersten Testfahrten noch etwas. Besonders im Oval würde man mit dem neuen Chassis im Vergleich zur Vergangenheit viel Zeit einbüßen. Für die Kritiker der Steilwand-Rennen ein angenehmer Nebeneffekt. Die Sponsoren machen sich jedoch Sorgen um die Show und das Spektakel. Motorenlieferant Honda beruhigt allerdings. Entwicklungsingenieur und Direktor Roger Griffiths erklärte: "Es gibt keine Forderungen nach mehr Power."
Der Honda-Mann berichtete über ein langes Gespräch mit einem seiner Gegenüber bei GM. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass es völlig egal sei, ob man in Indianapolis nun 15 Stundenkilometer schneller oder langsamer unterwegs sei, solange die Rennaction an sich gut sei. "Wenn die Rennen schlecht und wir langsam sind, dann ist das natürlich ein Problem. Aber selbst wenn es drei Jahre dauert, bis wir wieder jenseits der 350 Stundenkilometer angelangt sind - was soll's? Am Ende des Tages ist das doch nur eine Zahl", so Griffiths gegenüber SpeedTV.
Zuletzt war auch Kritik am Handling des neuen Boliden aufgekommen. Für den Motorenspezialisten kein Grund zur Sorge. "Wenn das Auto schwierig zu fahren ist, ist das doch gut. Das bedeutet dann nämlich, dass nur die guten Fahrer schnell sein werden und die schlechteren Piloten eben nicht." Wenn sich der DW12 zu Beginn in Sachen Performance noch als begrenzt erweisen solle, werde man in den nächsten fünf Jahren eben daran arbeiten - so sei es bei den vorherigen Modellen schließlich auch gelaufen, beruhigte der Honda-Mann die Gemüter.

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