IDM - Superbike - Wer hält KTM auf?

Europa vs. Japan

In der aktuellen Top Ten der Fahrerwertung sind je sechs europäische und vier japanische Motorräder vertreten. Wer hält KTM auf?
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Motorsport-Magazin.com - Die KTM RC8 R scheint dieses Jahr in der IDM Superbike das Motorrad zu sein, welches es zu schlagen gilt. Alle vier Saisonsiege wurden bislang auf dem österreichischen Alpen-Renner gewonnen: Auf dem Lausitzring siegte Martin Bauer zwei Mal, in Oschersleben räumte Matej Smrz groß ab. Mit Stefan Nebel hält ein dritter KTM-Pilot in den Top Ten, Dario Giuseppetti hält die Fahnen der italienischen Edelmarke Ducati hoch. Mit Damian Cudlin und Michael Ranseder ist Deutschland, zwar mit einem Australier und einem Österreicher, aber eben auf der BMW S1000RR vertreten.

Der amtierende Champion Karl Muggeridge ist 2011 noch sieglos - Foto: Toni Börner

Smrz und Bauer führen die Tabelle der IDM Superbike an. Aber gerade Bauer hatte dieses Jahr auch schon massives Pech - wenngleich drei Podeste aus vier Rennen, darunter zwei Siege, nicht unbedingt wie Pech aussehen. Im ersten Lauf von Oschersleben ging dem Österreicher der Motor kaputt, im zweiten Lauf vermasselte er den Start - aufgrund einer defekten Kupplung. Bauer fuhr wie von der Tarantel gestochen, pflügte sich durch das gesamte Feld und wurde am Ende noch Dritter. Ein motivierter Martin Bauer ist dieses Jahr eben schwer zu stoppen.

Muggeridge will ersten Sieg

Heiß auf seinen ersten Saisonsieg ist der Australier Karl Muggeridge. Der konnte bislang alle vier Rennen in den Top Vier beenden und stand als Dritter auf dem Lausitzring und als Zweiter in Oschersleben jeweils ein Mal pro Wochenende auf dem Podest. Aber der Vorjahresmeister will mehr. Mit seiner Holzhauer Honda CBR1000RR kann es auf dem Nürburgring also nur ein Ziel geben: Den ersten Sieg des Jahres 2011 einfahren und damit die Startnummer eins an der Verkleidung unterstreichen. Nichtsdestotrotz ist Muggeridge als Honda-Fahrer derzeit der beste Pilot auf einem japanischen Bike.

Ein interessantes Duell liefern sich derzeit auch Cudlin und Ranseder um den Titel "Bester Rookie". Die beiden Erstplatzierten der letztjährigen Supersport-Meisterschaft mischen seit Anbeginn des Jahres schon vorn in der IDM Superbike-Klasse mit und liegen nun auf den Rängen vier und fünf. Cudlin hatte beim Saisonauftakt noch etwas Probleme mit der Reifenwahl und hielt sich trotzdem in beiden Rennen in den Top Acht. Der Saisonauftakt ging für ihn wie für Ranseder jeweils mit einem achten und einem fünften Platz zu Ende. In Oschersleben folgten die ersten Podestplatzierungen der Kampfhähne. Ranseder holte im ersten Rennen Rang zwei, Cudlin folgte knapp dahinter.

Wird sich auf dem Nürburgring durch die Schmerzen beißen: Dario Giuseppetti - Foto: Toni Börner

Rang sechs wird vom Berliner Dario Giuseppetti gehalten, doch sind die Erwartungen seines Hertrampf-Teams derzeit gedämpft. Der Ducati 1098R-Pilot war im ersten Lauf von Oschersleben per Highsider abgeflogen und konnte aufgrund von Kreislaufproblemen dort auch nicht am zweiten Rennen teilnehmen. Dank seiner zwei zweiten Plätze aus der Lausitz lieg er auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung. Auf dem Nürburgring wird Giuseppetti vorsichtig zu Werke gehen: Er hat noch starke Schmerzen in seinen beiden Beinen, will aber trotzdem in den Sattel steigen.

Stößt Hommel in die Spitze vor?

Zwei siebte Plätze, ein sechster Rang und ein Ausfall. Die Saison 2011 hat für den ehemaligen Supersport-Weltmeister Jörg Teuchert einmal mehr schwer angefangen. Das Ruder will der Yamaha-Pilot aus Hersbruck in der Eifel herumreißen - wenngleich er mit Sascha Hommel im eigenen Team langsam aber sicher starke Konkurrenz bekommt. Der Vogtländer zeigte in der Magdeburger Börde, dass er mit den "großen" der IDM Superbike mithalten kann. Nun muss der aktuell Neunte der Gesamtwertung das nur noch ins Ziel bringen.

Gut drauf: Sascha Hommel hat in Oschersleben schon an der Spitze geschnuppert - Foto: Toni Börner

Das Yamaha-Duo aus Teuchert und Hommel wird in der Gesamtwertung noch durch Stefan Nebel aus Velbert getrennt. Der ehemalige Meister liegt auf dem achten Rang, doch auch bei ihm wird es in der Eifel um Schadensbegrenzung gehen. Er konnte in Oschersleben dem stürzenden Giuseppetti nicht mehr ausweichen und ging ebenfalls zu Boden. Nebel brach sich dabei das Schlüsselbein. Trotzdem will auch er am Freitag auf dem Nürburgring fahren und danach entscheiden, wie es weiter geht.

Der Schweizer Roman Stamm komplettiert momentan die Top Ten und ist damit bester Suzuki-Pilot. Er sammelte bei allen vier Läufen bisher beständig Pünktchen, ein Aufwärtstrend ist erkennbar. Allerdings wird er markentechnisch Konkurrenz bekommen. Der Ungar Gabor Rizmayer ist nach wie vor verletzt und nachdem der Franzose Lucas de Carolis als Ersatzmann in Oschersleben floppte, wird die offizielle Suzuki-Truppe nun den Australier Troy Herfoss ins Rennen schicken.


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