GP3 - Stoneman: Krebs besiegt - Rückkehr geschafft

Erste Formel-Saison seit 2010

Dean Stoneman startet dieses Jahr für Marussia in der GP3. Das gab das Team an diesem Mittwoch bekannt. Stonemans Vergangenheit ist unvergleichbar im Rennsport.
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Motorsport-Magazin.com - Willkommen zurück im Formelsport, Dean Stoneman! Der Brite startet in dieser GP3-Saison für das Nachwuchsteam von Marussia. Ryan Cullen und Patrick Kujala komplettieren die Fahreraufstellung von Marussia Manor Racing. "Es hat eine Weile gedauert um das richtige Team zu finden", sagte Stoneman, der dieses Jahr seine erste vollständige Formel-Saison seit 2010 bestreitet. "Ich kann es kaum abwarten, später in diesem Monat zum ersten Test nach Portugal zu reisen, um mich auf die Saison vorzubereiten."

Schon im vergangenen Jahr war der 23-Jährige kurzzeitig in der GP3 an den Start gegangen. Für Korainen GP betritt Stoneman die letzten beiden Saisonrennen in Abu Dhabi. Seine Ergebnisse ohne größere Vorbereitung: Platz sechs und Platz zwei. 2013 fuhr Stoneman im britischen Porsche Carrera Cup, gewann fünf von 18 Rennen und fuhr insgesamt zehn Mal auf das Podium. Nun kehrt Stoneman vollständig in den Formelsport zurück.

2010 an der Schwelle zur Formel 1

Der talentierte Brite hat trotz seiner jungen Jahre eine Vergangenheit, wie sie nur selten im Sport anzutreffen ist. Im Jahr 2010 stand Stoneman an der Schwelle zur Formel 1: überlegener Meister in der Formel 2, Formel-1-Testfahrten gemeinsam mit Pastor Maldonado für Williams, ein sicheres Cockpit für die 2011er Saison an der Seite von Daniel Ricciardo in der Formel Renault 3.5.

Stoneman 2010 beim Test für Williams - Foto: Sutton

Stoneman galt als kommender Formel-1-Pilot, doch dann der bittere Rückschlag, der seine Karriere völlig aus der Bahn warf: Schockdiagnose Hodenkrebs, Leistungssport nicht mehr möglich. "Beim Arzt zu sitzen und mitgeteilt zu bekommen, was einem fehlt, ist hart", hatte Stoneman damals gesagt. "Am Ende des Tages ist mein Leben jedoch wichtiger als Racing. Obwohl Rennen fahren das ist, was ich gerne tun würde."

Rückkehr auf dem Wasser

Ende des Jahres 2011 kehrte er bereits wieder in den Motorsport zurück und nahm an einigen Formel-Testfahrten teil. An ein vollständiges Comeback war zu dieser Zeit allerdings nicht zu denken, Stoneman bereitete die Therapie körperliche Beschwerden, wie er nach jedem Testtag eingestand.

2010 war Stonemans großes Jahr - Foto: Formula 2

Doch abermals nahm seine Karriere einen kuriosen Verlauf: Stoneman wollte mit aller Kraft dem Rennsport erhalten bleiben und wechselte das Revier - und zwar grundlegend. 2012 sattelte er von Asphalt auf Wasser um und ging in der Power Boat-Serie an den Start. Auch hier wusste der Kämpfer zu überzeugen und sicherte sich mit neun Siegen die Meisterschaft in der P1 SuperStock UK-Klasse. "Es ist immer ein schönes Gefühl zu siegen, aber dieser Moment ist ganz besonders, denn er bedeutet, dass ich nun an Land und zu Wasser Titel gewonnen habe", jubelte Stoneman.

Traum nicht aufgegeben

Die Verbindung zu Marussias F1-Team ist natürlich spannend.
Dean Stoneman

Neben Einsätzen in einer unterklassigen Formelserie robbte sich Stoneman kontinuierlich zurück in die Welt des konkurrenzfähigen Motorsports. Im vergangenen Jahr absolvierte er neben GP3-Tests und dem Saisonfinale in Abu Dhabi auch Testfahrten in der Formel Renault 3.5 - jener Nachwuchsserie, in die er schon 2011 hätte einsteigen sollen.

Nun führt der Weg über die GP3; sein großes Ziel hat Stoneman nach all den schwierigen Jahren nicht aus den Augen gelassen. "Die Verbindung zu Marussias F1-Team ist natürlich spannend", sagte er nach der Verkündigung seiner GP3-Rückkehr.

Das GP3-Starterfeld für die Saison 2014

Team Fahrer 1 Fahrer 2 Fahrer 3
ART Grand Prix Alex Fontana Dino Zamparelli Marvin Kirchhšfer
Arden Patric Niederhauser Robert Visoiu Jann Mardenborough
Korainen GP Jimmy Eriksson
Carlin Alex Lynn Emil Bernstorff
Marussia Manor Ryan Cullen Dean Stoneman Patrick Kujala
Hilmer Motorsport
Jenzer Motorsport
Trident Roman De Beer Victor Carbone
Status Grand Prix Nick Yelloly

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