"Ich dachte wir wären Geschichte", sagte iSport-Teamchef Paul Jackson über die Bilder kurz nach dem Start, als seine beiden Fahrzeuge plötzlich durch das Kies rauschten. Doch spätestens zwei Runden vor dem Ziel, als Lucas di Grassi mit Getriebeproblemen Zeit verlor, wendete sich das Blatt aus Sicht von iSport International zum Guten. "Sowas wünsche ich niemandem, aber heute hat Timo zum ersten Mal Glück gehabt." Anstatt die Meisterschaftsführung zu verlieren, baute Glock seinen Vorspung auf acht Punkte aus.

Nach der ersten Runde lag Timo Glock noch am Ende des Feldes. "In der ersten Schikane war ich rechts und habe Zuber Platz gelassen. Dann hat er Zaugg umgedreht und ich musste über den Kies fahren", so Glock über den Start. Irgendwie kam er im Laufe des Rennens wieder in die Punkteränge. Wie genau, wusste der Odenwälder selbst nicht mehr. "Teilweise durch Unfälle, manche habe ich auf der Strecke und andere an der Box überholt."

"Man wünscht keinem anderen Fahrer technische Probleme, aber das ist ausgleichende Gerechtigkeit", meint Timo Glock über den Ausfall von Lucas di Grassi. Der Brasilianer lag vor ihm auf dem zweiten Platz. "Wir hatten schon sechs Ausfälle, da kann man schonmal einen zurückgeben." Das Sprintrennen wird Glock nach dem heutigen dritten Platz von der fünften Position in Angriff nehmen. "Was im Rennen passiert, kann man nicht erahnen." Recht hat er.