Adam Carroll und Mike Conway wollten den begeisterten britischen Fans in Silverstone etwas bieten. Beide Lokalmatadore sägten am Thron von Andreas Zuber, doch der ließ sich nichts anmerken und fuhr das Rennen nach Hause. Immerhin schaffte es Conway mit Platz zwei noch auf das Podium. Das hätte Carroll sicher auch geschafft, doch er wurde von einer Durchfahrtsstrafe vom Podestplatz geworfen.

"Ich bin sehr glücklich, Zweiter geworden zu sein", sagte Conway nach dem Rennen gegenüber motorsport-magazin.com. "Nach dem ersten Boxenstopp habe ich viel Druck ausgeübt, um die Führung zu gewinnen. Leider hat das nicht ganz geklappt." Der spätere Zweite fuhr unmittelbar im Heck von Andreas Zuber, konnte den Vorteil der angewärmten Reifen aber nicht nutze. "Er konnte dann wieder etwas wegfahren, obwohl ich einfach alles gegeben habe. In manchen Kurven war er schneller, in anderen ich. Wir können uns also noch verbessern, heute konnte ich zumindest viel von ihm lernen, als ich direkt hinter ihm lag", so Conway über die Verfolgung des Rennsiegers. "Die Erkenntnisse werden uns morgen mit Sicherheit helfen."
Adam Carroll hatte ebenfalls Chancen auf den Sieg. Der zweite Brite ging später an die Box und kam einen Hauch hinter Zuber und neben Conway zurück auf die Strecke. "Es ist richtig gut gelaufen, es ist toll, mal wieder vorne mitzufahren. Das ist ja in der letzten Zeit selten passiert. Heute konnte ich zeigen, dass ich nicht unfähig bin, wie manche Leute gedacht haben." Am Ende des Rennens wurde Carroll Sechster. Grund dafür war eine Durchfahrtsstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse. "Ich habe den Begrenzer gedrückt, aber irgendwie hat er nicht richtig funktioniert. Als ich ans Limit beschleunigen wollte, bin ich auf einmal zu schnell geworden." Für das morgige Rennen rechnet sich der Brite noch einiges aus. "Ein Platz auf dem Podium sollte möglich sein. Auch ein Sieg wäre schön. Dann könnten wir uns das zurückholen, was wir heute verpasst haben."

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