Timo Glock ist derzeit im Stress: Am Donnerstag wurde er als zweiter Einsatzfahrer von iSport für die GP2-Saison 2007 bestätigt. Nächste Woche gibt er sein Testdebüt für BMW Sauber in Barcelona, eine Woche darauf geht es für das gleiche Team nach Jerez und danach direkt weiter zu den letzten GP2-Testfahrten des Jahres in Valencia. Trotzdem fand Timo zwischendrin noch die Zeit seinen neuen Fernseher millimetergenau auszurichten und mit motorsport-magazin.com über die Aussichten für seine zweite GP2-Saison zu sprechen.
"Wir waren auch mit anderen Teams in Kontakt, ich habe ja für Trident getestet, aber letztlich fiel meine Entscheidung zu Gunsten von iSport aus, weil ich bereits Erfahrung mit dem Team gesammelt habe und es einfach der logische Schritt war", begründet Timo seine Vertragsverlängerung mit den Engländern.
Wie gut die Leistungen von Glock und iSport in der Saison 2006 waren, zeigt der große Ansturm auf die beiden Cockpits des Teams - gleich mehrere namhafte Fahrer machten sich Hoffnungen auf einen Platz bei iSport. "Für die kurze Zeit, die wir zusammengearbeitet haben, haben beide Seiten gute Arbeit geleistet", freut sich Timo über die Anerkennung. Auf die Saison 2007 ist er nun selbst gespannt: "Es wird sicherlich nicht einfacher - eher schwerer", gesteht er. "Die anderen Teams sind am Ende des Jahres näher gekommen. Also bin ich gespannt, wie es beim ersten Test aussehen wird."
Nach der starken zweiten Halbserie 2006 gilt Glock als einer der Titelfavoriten. "Viele sagen, dass die Chancen bei einem kompletten Jahr mit iSport gut stehen, um die Meisterschaft mit zu fahren", weiß auch er um den Druck. "Die Möglichkeit ist natürlich da, aber es wird verdammt schwer. Denn im nächsten Jahr werden einige starke Fahrer hinzukommen." Einer könnte Ex-F1-Pilot Antonio Pizzonia sein, der möglicherweise für das Team von Giancarlo Fisichella starten könnte. Ein anderer kommt aus dem eigenen Land: "Michael Ammermüller wird bei ART ein starker Gegner sein." Überhaupt sieht Timo die Truppe von Nicolas Todt als größten Rivalen. "ART dürfte unser Hauptkonkurrent im Titelkampf werden." Immerhin haben sie bislang beide Meistertitel in der GP2 abgeräumt. "Aber iSport ist hoch motiviert die Siegesserie von ART zu beenden", betont Timo.
Mit Andreas Zuber erhält er einen neuen Teamkollegen. "Ich kenne Andreas noch aus der Formel 3. Wir werden sicher gut zusammenarbeiten, allerdings ist das im Rennsport immer relativ", gibt er zu Bedenken. "Denn wir sind zwar Teamkollegen, müssen aber auf der Strecke gegeneinander fahren. Wir sind beide erfahren genug, uns gegenseitig zu helfen, aber nur bis zu einem gewissen Punkt - darüber hinaus will am Ende jeder selbst gewinnen."



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