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GP2 - Kolumne - Daniel Abt

Bald sind die Worte überflüssig

Die GP2-Saison startet in Bahrain. Daniel Abt blickt zurück auf erfolgreiche Testfahrten und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr.
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Hallo zusammen,

Endlich steht der Saisonauftakt unmittelbar bevor. Die Vorbereitung war klasse: Das Auto hat von Anfang an sehr gut funktioniert und der erfolgreiche Test in Bahrain war der letzte Beweis, dass der schlechte Lauf aus dem Vorjahr hoffentlich endgültig ein Ende hat. Es hat über alle sechs Testtage super geklappt. Der Speed hat definitiv gestimmt und es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht, den eigenen Namen wieder permanent so weit oben zu sehen.

Nach Abu Dhabi Ich war mir relativ sicher, dass wir auch in Bahrain stark sein würden. Denn dort lief es im letzten Jahr auch schon ganz ordentlich für uns. Diesmal kamen wir an und waren gleich die Schnellsten. Besser konnte es nicht laufen.

Longruns die große Unbekannte

Auf dem Tableau sieht man ja am Ende nur die schnellste Zeit. Longruns sind auch für uns schwer zu vergleichen, denn jeder fährt zu einem anderen Zeitpunkt, dazu kommen unterschiedliche Spritmengen und Reifentypen. Aber unsere Longruns liefen gut und beim Reifenverschleiß waren wir richtig stark. Vom Gefühl her bin ich ohnehin zuversichtlich: Longruns waren auch im vergangenen Jahr immer eine Stärke des Hilmer-Teams.

Daniel Abts Videoblog nach dem Bahrain-Test: (00:53 Min.)

Jetzt will ich aber nicht anfangen, gleich für das erste Rennen hohe Erwartungen zu schüren. Die Tests waren gut, aber ein Rennen ist immer etwas anderes. Das Gefühl ist gut und ich gehe mit Selbstvertrauen nach Bahrain. Es müsste schon viel falschlaufen, wenn wir nach den guten Tests jetzt überhaupt nicht konkurrenzfähig sein sollten. Ich mache mir aber dennoch keinen Druck, setze mich ins Auto und will Spaß haben. Und bald sind die Worte eh überflüssig: Wir werden schnell sehen, wo wir stehen.

Favoriten gibt es in diesem Jahr wieder einige. Das Feld ist vom Gefühl her stärker als im letzten Jahr. Die Erfahrenen haben immer einen Vorteil. Zum Beispiel Palmer mit DAMS - der ist im vierten Jahr. Das Team ist stark und er war auch bei den Tests gut. Bei dieser Leistungsdichte wird es stark auf die Tagesform ankommen. Ich glaube, dass bis zu acht Fahrer gewinnen können.

Ich messe mich eher mit anderen Fahrern als mit ihm - zumindest am Anfang.
Daniel Abt

In diesem Jahr habe ich mit Facu Regalia einen Rookie an meiner Seite. Bei den Testfahrten hat er sich gut angestellt. Ich habe beim Speed Vorteile und bin natürlich erfahrener bei Longruns. Es ist gut, dass er talentiert ist. Außerdem bringt er beim einen oder anderen Punkt eine andere Sichtweise mit und kann das Team dadurch voranbringen. Aber ich messe mich eher mit anderen Fahrern als mit ihm - zumindest am Anfang.

Im Vergleich zur Formel 1 war die Off-Season in der GP2 harmlos. Abgesehen von einem längeren Training und einer anderen Reifen-Regel hat sich im Reglement nichts geändert. Dass man im ersten Rennen nun beide Reifentypen fahren muss, halte ich für eine gute Änderung. Das war in der letzten Saison unfair, wenn manche Fahrer im ersten Rennen zweimal auf die härteren Reifen gesetzt und sich somit einen Vorteil erkauft haben. Im zweiten Rennen hatten sie dann gar keine Chance mehr. Genug der Worte, jetzt geht es endlich wieder los. Drückt mir die Daumen, ihr werdet wieder von mir lesen!

Euer Daniel

Unterschrift von Daniel Abt


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