GP2 - Interview - Simon Trummer

Keine optimale Abstimmung

Simon Trummer spricht vor dem Rennen in Silverstone über seine bisherige Saison und wagt einen kleinen Ausblick.

Motorsport-Magazin.com - Simon, nach ein paar Wochen Pause geht die GP2-Saison in Silverstone weiter. Wie hast du die vergangene Zeit seit dem Monaco-Rennwochenende genutzt?
Simon Trummer: Ja, da der Sommer endlich zurückkam, konnte ich meine Alternativ-Sportarten ausführen. Ich halte mich mit Klettern, Kanu, Trekking, Motorrad und Laufen fit. Bis jetzt wurde mir jedenfalls nicht langweilig, einzig das Renn-Feeling fehlt!

Für mich ist es ein Rennen wie jedes andere auch, ich gebe immer mein Bestes
Simon Trummer

Letzte Saison bist du für ein englisches Team gefahren, mit welchen Gefühlen wirst du nun nach England reisen - will man da speziell jemandem etwas beweisen oder ist es ein Rennen wie jedes andere auch?
Simon Trummer: Ich gehe ohne spezielle Erinnerungen an irgendwas oder irgendwen nach Silverstone - für mich ist es ein Rennen wie jedes andere auch, ich gebe immer mein Bestes.

1950 fand in Silverstone der erste Formel-1-Weltmeisterschaftslauf überhaupt statt. Wie gut kennst du dich in der Formel-1-Geschichte aus?
Simon Trummer: Ich kenne mich ziemlich gut aus, aber dies wusste ich jetzt ehrlich gesagt nicht.

In Silverstone regnet es oft - ein Plus oder ein Minus für dich?
Simon Trummer: Das einzige Minus in Silverstone ist, dass man am Morgen nicht von der Sonne geweckt wird…

Du bist hervorragend in die Saison gestartet und warst in den ersten drei Rennen immer in den Punkten. Danach hat es nicht mehr geklappt. Woran lag es und was kann man tun, um wieder zu Erfolg zu kommen?
Simon Trummer: Ja, das stimmt. Wir konnten in den Europa-Rennen keine optimale Abstimmung zwischen mir und den Reifen finden, was sicherlich mit den kühleren Temperaturen zu tun hat. Was wir tun, ist weiterarbeiten und weiterhin an die Erfolge glauben.

Das Leben macht einen reifer.
Simon Trummer

Du bist auf dem Rennplatz viel lockerer geworden, steckst Niederlagen einfacher weg als noch vor ein, zwei Jahren. Worauf führst du dies zurück?
Simon Trummer: Das hat sicherlich damit zu tun, dass ich etwas älter geworden bin, Dinge erlebt habe, die ich vorher noch nicht kannte. Ich meine, das Leben macht einen reifer.

Das Rapax-Auto ist diese Saison sehr schnell. Wie viel macht das Auto in der GP2-Serie aus? Eigentlich fahren ja alle Teams grundsätzlich mit dem gleichen Auto - was kann man aber besser machen als die anderen?
Simon Trummer: Ja, das Auto funktioniert. Das gibt mir Vertrauen. Es fehlt jetzt wirklich nur noch wenig, um alles zusammenzubringen. Den Unterschied macht in der GP2 die Zusammenarbeit im Team, der Teamspirit und natürlich der Fahrer aus.

Wie sieht eure weitere Vorbereitung im Hinblick auf Silverstone noch aus?
Simon Trummer: Eigentlich wie gewohnt: Simulator und top Vorbereitung im Team.

Zum Schluss noch ein Tipp - wer gewinnt das Formel-1-Rennen in Silverstone?
Simon Trummer: Schwierig - keine Ahnung - ich denke, da ist wirklich alles offen.


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