GP2 - Interview - Rene Binder

Traue mir in der GP2 einiges zu

Rene Binder erlebte in Singapur ein GP2-Wochenende mit Höhen und Tiefen und glaubt an eine Chance in der GP2 - sollte genug Testmöglichkeit bestehen.

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Saisonfinale der GP2 Serie in der fernöstlichen Metropole Singapur stellte sich Neueinsteiger Rene Binder am vergangenen Wochenende einer weiteren großen Herausforderung. Der 20-jährige Tiroler verblüffte nach technischen Problemen im Qualifying einmal mehr mit konkurrenzfähigem Rennspeed und beantwortete im Nachhinein ein paar Fragen.

Ich habe leider zwei Fehler gemacht, aber fairerweise muss man auch sagen, dass wir durch ein technisches Problem im Qualifying weit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind
Rene Binder

Du hast zwar keine Zielflagge gesehen, aber dein Speed in den Straßen von Singapur war absolut überzeugend. Immerhin hast Du am Sonntag vor Deinem Ausfall noch die fünftschnellste Runde gedreht, eine Zeit, die selbst der gestrige Sieger Guido van der Garde nur mehr um 4 Zehntel unterbieten konnte…
Rene Binder: Ich habe leider zwei Fehler gemacht, aber fairerweise muss man auch sagen, dass wir durch ein technisches Problem im Qualifying weit unter unseren Möglichkeiten geblieben sind. Es war ein Problem am elektronischen Gaspedal, das durch elektromagnetische Strahlen ausgelöst wurde. Das Auto war dadurch unheimlich nervös und unberechenbar.

Du bist am Samstag nach drei Überholmanövern leider mit dem Arden von Simon Trummer kollidiert. Den Schweizer dann im Sonntagsrennen an der gleichen Stelle außen zu überholen, spricht für Deine Coolness…
Rene Binder: Dass man auf einem Stadtkurs nicht ohne Risiko überholen kann, war mir schon vorher klar, deshalb wäre eben auch ein guter Startplatz extrem wichtig gewesen. Ich war im Sprintrennen so schnell unterwegs wie das vordere Mittelfeld und hab mich auf dieser schwierigen Strecke auch sehr wohl gefühlt. Als die Reifen dann nachgelassen haben, ist mir in der letzten Kurve leider ein Dreher passiert. Trotzdem war das Team mit meiner Leistung sehr zufrieden.

Die alte Weisheit der Formel 1: 'nach der Saison ist vor der Saison' gilt natürlich auch in der GP2. Wo werden wir Rene Binder also 2013 im Cockpit sehen?
Rene Binder: Ganz ehrlich: wenn wir genug testen können, traue ich mir auch in der GP2 Serie einiges zu, obwohl man hier gegen Fahrern antritt, die zum Teil schon fünf Jahre dabei sind oder schon einen Formel 1 Testvertrag haben. Ob ich 2013 dabei sein werde, hängt auch von unseren Sponsoren ab. Mein Team, Venezuela GP Lazarus würde jedenfalls gerne mit mir weiterarbeiten.


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