GP2 - Binder mit gutem Auftritt in Monza

Der Quereinstieg hat sich ausgezahlt

Rene Binder machte an seinem zweiten GP2-Wochenende und bei seiner Premiere in Monza durchaus gute Figur.

Motorsport-Magazin.com - Er war zum ersten Mal in Monza, um sein zweites GP2-Wochenende zu bestreiten, was Venezuela GP Lazarus' Neuzugang Rene Binder allerdings nicht davon abhalten konnte, eine ordentliche Leistung auf der legendären italienischen Grand-Prix-Rennstrecke abzuliefern. Der 20jährige Österreicher beendete das Sonntagsrennen als 13. und fuhr dabei sogar die fünftschnellste Rennrunde mit einem Rückstand von lediglich 0,2 Sekunden auf die Spitze.

Man muss einfach Vertrauen haben, wenn gesagt wird, dass die schnellsten Fahrer vor der ersten Schikane bei 130 Meter bremsen
Rene Binder

Du scheinst Strecken ziemlich schnell zu lernen. Der Rückstand auf die Pole von knapp einer Sekunde war schon gut, aber dein Rennspeed war noch besser...
Rene Binder: Wenn man sich die Voraussetzungen anschaut, war's nicht einfach, aber momentan genieße ich einfach jede Runde mit diesem Auto. Im 30-minütigen Training habe ich mich nur auf die Bremspunkte konzentriert. Man muss einfach Vertrauen haben, wenn gesagt wird, dass die schnellsten Fahrer vor der ersten Schikane bei 130 Meter bremsen. Immerhin hatten wir dort einen Top-Speed von fast 330 km/h.

Das Leistungsniveau in der GP2 ist ziemlich hoch, wenn man bedenkt, dass du mit einer Sekunde Rückstand auf die Pole Position nur als 21. gestartet bist...
Rene Binder: Ich brauche etwas mehr Erfahrung, um das Maximum aus den neuen Reifen zu holen, aber mein Rennspeed war schon ziemlich ok. Ich bin 17. im ersten und 13. im Sonntagsrennen geworden und, um ehrlich zu sein, war ich schon ziemlich überrascht, dass es schon für die fünftschnellste Rennrunde gereicht hat.

Die Entscheidung bereue ich jedenfalls nicht. Ich habe in den letzten zwei Wochen nämlich auch als Fahrer einen Schritt nach vorne gemacht
Rene Binder

Deine Ingenieure sind von Deiner Leistung beeindruckt. Das Risiko des Quereinstiegs in die GP2 hat sich also schon ausgezahlt...
Rene Binder: Absolut. Ich bin hier aus der deutschen Formel 3 angekommen und im Vergleich zu den meisten anderen Fahrern ein Nobody. Die Entscheidung bereue ich jedenfalls nicht. Ich habe in den letzten zwei Wochen nämlich auch als Fahrer einen Schritt nach vorne gemacht. Deshalb muss ich Venezuela GP Lazarus für das Vertrauen in mich danken.

...und jetzt geht's an den Nürburgring zu den nächsten drei Rennen des ATS F3 Cup...
Rene Binder: Ich habe 2 Rennen gewonnen, aber das Gesamtergebnis reflektiert leider nicht unser wahres Potential. Ich hoffe deshalb auf ein Happy End in der F3 und natürlich auch auf ein starkes GP2-Finale in Singapur.


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